Veranstaltungen

13. März 2018 , 19:00 Uhr - 21:00 Uhr
Lesung Gespräch

Cornelia Schröder-Auerbach: Musikerin, Musikwissenschaftlerin, Kantorin und Pädagogin im 20. Jahrhundert

Programm:

Cornelia Schröder-Auerbach (1900–1997) stand 1933 mitten im Leben. Seit 1928 lebte die promovierte Musikerin und Musikwissenschaftlerin in Berlin, schrieb Kritiken beim Börsenkurier und spielte im Harlan-Trio, gemeinsam mit ihrem Mann Hanning Schröder und dem Instrumentenbauer Peter Harlan. Die politische Zäsur 1933 beeinflusste ihr weiteres Leben. Cornelia Schröder-Auerbach wurde als Jüdin verfolgt. Es begann mit beruflichen Einschränkungen, z.B. forderte der Verleger ihre Abstammungserklärung und ihr Name als Herausgeberin ver­schwand von Veröffentlichungen. Es folgte der Ausschluss aus der Reichsmusikkammer, faktisch das Berufsverbot. Auch ihr Mann erhielt das Berufsverbot, dann eine Sondergenehmigung für ein Orchester, die jederzeit widerrufen werden konnte. Es kam zu Haussuchungen und Trennungsaufforderungen. 1944 nahmen Schröders das jüdische, untergetauchte Ehepaar Ilse und Werner Rewald in ihrer Wohnung im Quermatenweg 148 auf. Cornelia Schröder-Auerbach ging zu dieser Zeit mit ihrer Tochter Nele nach Dargun, um sich dort zu verstecken. Sie überlebten in Mecklenburg. Das Gespräch mit Nele Hertling nimmt diese Zeit zum Ausgangspunkt, um sich den bedrohlichen Alltag, aber auch Spielräume, in denen Menschliches bewahrt werden konnte, zu vergegenwärtigen. Darüber hinaus werden Aspekte der Entschädigung, des beruflichen Anknüpfens oder Neueinstiegs angesprochen. Die Tochter liest aus unveröffentlichten Aufzeichnungen ihrer Mutter.
Mitwirkende: Nele Hertling
Schwartzsche Villa, Großer Salon
Veranstalter: Kulturamt Steglitz-Zehlendorf
Eintritt: 5 € (3 €)
Karten an der Abendkasse
Infos: 90 299 4516

Ort:

Schwartzsche Villa, Grunewaldstr. 55, 12165 Berlin-Steglitz

Veranstalter:

Kulturamt Steglitz-Zehlendorf