Veranstaltungen

22. September 2015 , 18:00 Uhr - 21:00 Uhr
Gedenkveranstaltung

Das Leiden der „Trostfrauen“ – Japans Verantwortung

Programm:

September 22 @ 18:00 - 21:00

| Eintritt frei

“Mich an diese Zeit zu erinnern ist so schmerzvoll wie der Tod. Trotz allem werde ich laut und deutlich sprechen. Von allem, was damals passiert ist…” (KIM Bok-Dong)

Die 89-jährige Zeitzeugin KIM Bok-Dong war 14 Jahre alt, als sie während des Asien-Pazifik-Krieges (1937-1945) durch das japanische Militär aus Korea über Guangdong (China), Hong Kong, Sumatra, Malaysia bis nach Singapur verschleppt und über mehrere Jahre zur sexuellen Sklaverei gezwungen wurde. Sie ist mittlerweile eine der wenigen Überlebenden der 200.000 sogenannten „Trostfrauen“.

Auch heute – 70 Jahre nach Kriegsende – kämpft sie immer noch für die Anerkennung des Kriegsverbrechens durch die japanische Regierung. Japans derzeitiger Premierminister Shinzo Abe behauptet weiterhin, dass für die Deportation der Frauen nicht das Militär verantwortlich gewesen sei, sondern private Schlepper.

Die japanische Regierung bildet jedoch keine Ausnahme bei der Leugnung vergangener Kriegsverbrechen und dem Abstreiten staatlicher Verantwortung. Deutschland gilt zwar als Vorbild hinsichtlich der geschichtlichen Aufarbeitung, doch auch viele NS-Opfer müssen bis heute um ihre Anerkennung kämpfen. In Deutschland wie in Japan besteht weiterhin die Notwenigkeit der Aufarbeitung – Was sind die erforderlichen Maßnahmen?

Nach einem Zeugenbericht durch KIM Bok-Dong werden Akteure aus Korea, Japan und Deutschland über gegenwärtige Aufarbeitungsprozesse berichten. Sie sprechen darüber, warum eine Anerkennung für die Opfer wichtig ist und wollen gemeinsam über Strategien gegen Japans Leugnung dieses Kriegsverbrechens diskutieren.


PROGRAMM

Moderation: Gaby Zipfel  (Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur)

18:00 Begrüßung (N.N.) (Werkstatt der Kulturen)

Einführung: „Sexuelle Gewalt durch japanische und deutsche Soldaten im Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Erinnerung, Entschädigung“

  • Dr. Regina Mühlhäuser (Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur)

Zeugenbericht: „Trotz allem werde ich laut und deutlich sprechen.“  

  •  KIM Bok-Dong

18:45 Podiumsdiskussion

„25 Jahre Kampf um die Resolution zur japanischen ‚Trostfrauen‘-Problematik”

  • YOUN Mee-Hyang (Vorsitzende The Korean Council for the Women Drafted for Military Sexual Slavery by Japan)

„Forschungsergebnisse zu den ‚Trostfrauen‘ des japanischen Militärs“

  • Prof. HAYASHI Hirofumi (Historiker, Kanto Gakuin University, Japan)

19:05 „Ein endloser Weg mit Brücken und Schlaglöchern – Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Deutschland“

  • Uta Gerlant (Vorstandsreferentin, Stiftung EVZ – Erinnerung, Verantwortung und Zukunft)

19:10 „N.N“ (N.N. Mitglied des Bundestags)

19:20 Diskussion mit Publikum

20:00  Schlusswort & Danksagung Nataly Jung-Hwa Han (Korea Verband)

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Weitere Informationen

Ort:

Werkstatt der Kulturen

Veranstalter:

Korea-Verband