Veranstaltungen

28. Februar 2012 , 19:00 Uhr
Buchpräsentation

DAS WIRTSCHAFTSIMPERIUM DER DEUTSCHEN ARBEITSFRONT 1933–1945

Programm:

Das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam) und die Stiftung Topographie des Terrors laden Sie zur Buchpremiere ein:
 

DAS WIRTSCHAFTSIMPERIUM DER DEUTSCHEN ARBEITSFRONT 1933–1945
 

Grußwort: Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF Potsdam)
Vortrag: Prof. Dr. Rüdiger Hachtmann (ZZF Potsdam)
Moderation: Priv.-Doz. Dr. Johannes Bähr (Goethe-Universität)
 
Zeit: Dienstag, 28. Februar  2012│19.00 Uhr
Ort:  Stiftung Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
 
 
Die Deutsche Arbeitsfront, mitgliederstärkste Organisation des „Dritten Reichs“, besaß einen riesigen Unternehmenskomplex. Mit schließlich etwa 200.000 Arbeitnehmern und einem Umsatz von ca. zwei Mrd. RM im Jahr gehörte er zu den größten deutschen Konzernen. Tätig war dieses Unternehmenskonglomerat im Bank- und Versicherungsgewerbe, im Bau- und Wohnungswesen, im Verlagswesen und Buchhandel, im Automobil- und Schiffsbau, im Einzelhandel sowie weiteren Branchen.

In seinem soeben erschienenen Buch Das Wirtschaftsimperium der Deutschen Arbeitsfront 1933–1945 (2012) stellt Rüdiger Hachtmann erstmals ausführlich die rasante Entwicklung der einzelnen Konzernteile zwischen 1933 und 1945 dar und skizziert auch deren jeweilige Vorgeschichte sowie „Spuren“ nach dem Krieg. Außerdem diskutiert der Autor zahlreiche Grundfragen der Geschichte des „Dritten Reichs“: Warum beschränkten sich NS-Organisationen wie die DAF nicht auf die politische Sphäre, warum wurden sie auch als Unternehmer tätig? Welche Folgen hatte dies für die gesamt-wirtschaftlichen Konstellationen? Wie reagierten die privatwirtschaftliche Konkurrenz und die politischen Rivalen? Welche politischen Aufgaben wies die DAF ihrem Konzern zu? Und was hielt das Unternehmenskonglomerat der Arbeitsfront überhaupt zusammen?


Rüdiger Hachtmann, 1953 geboren, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und apl. Professor an der Technischen Universität Berlin. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter Industriearbeit im „Dritten Reich“ (1989), Berlin 1848 (1997), Ein Koloß auf tönernen Füßen. Das Gutachten des Wirtschaftsprüfers Karl Eicke über die Deutsche Arbeitsfront vom 31. Juli 1936 (2006), Tourismus-Geschichte (2007) und Wissenschaftsmanagement im „Dritten Reich“. Geschichte der Generalverwaltung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (2 Bde., 2007).


Johannes Bähr, 1956 geboren, ist Privatdozent am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Unternehmensgeschichte, die Bankgeschichte, die Wirtschaft im „Dritten Reich“ sowie die Wirtschaftsgeschichte nach 1945. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt, u.a. ist er Autor des Bandes Die Dresdner Bank in der Wirtschaft des Dritten Reichs (2006) und Mitautor der Studie Der Flick-Konzern im Dritten Reich (2008).

Frank Bösch, 1969 geboren, ist Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und Professor für deutsche und europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam.
 
Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie auf der Website des ZZF

Ort:

Veranstalter:

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam) und Stiftung Topographie des Terrors