Veranstaltungen

12. März 2015
Vortrag Diskussion

Der katholische Geistliche Dr. Max Josef Metzger (1887-1944)

Programm:

Die Gedenkstätten Brandenburg an der Havel setzen am Donnerstag, 12. März 2015, ihre Vortragsreihe zum 70. Jahrestag der Befreiung des Zuchthauses Brandenburg-Görden mit einer Veranstaltung fort, die dem katholischen Geistlichen Max Josef Metzger gewidmet ist. Der Referent Josef Maria Ipfelkofer (VVN Augsburg) wird die Lebensgeschichte des NS-Gegners und Pazifisten vorstellen, der 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet wurde. Der Vortrag beginnt um 18.30 Uhr und findet im Fontane-Klub (Ritterstraße 69) statt.

Der 1887 im badischen Schopfheim geborene Priester Max Josef Metzger nahm als Militärseelsorger am Ersten Weltkrieg teil. Durch seine Erfahrungen im Krieg geprägt, gründete er 1919 den Friedensbund deutscher Katholiken und suchte Verbindung zur internationalen pazifistischen Bewegung. 1932 verfasste er einen Artikel gegen die Judenhetze und stand ab 1933 abseits der Auffassung der deutschen Bischöfe, die am 28. März 1933 ihre allgemeinen Verbote und Warnungen gegen den Nationalsozialismus zurückziehen. Eine Vertraute, die 1943 ein Memorandum für ein zukünftiges Deutschland und dessen Einbindung in eine Weltfriedensordnung nach Schweden bringen sollte, entpuppte sich als Gestapo-Agentin – Metzger wurde der Prozess gemacht. Der Mann, der sich leidenschaftlich für den Frieden und die Völkerverständigung einsetzte, starb in der Gewissheit: „Ich wusste, dass es keine Schande, sondern eine Ehre war, von einem solchen Gericht ‚ehrlos‘ erklärt zu werden.“

Ort:

Gelber Salon im Fontane-Klub, Ritterstraße 69, 14770 Brandenburg an der Havel

Veranstalter:

Gedenkstätten Brandenburg an der Havel