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1. Februar 2018 , 19:00 Uhr
Lesung

Der Muslim und die Jüdin Die Geschichte einer Rettung in Berlin

Programm:

Eine Geschichte, die Mut macht in Zeiten des Hasses

Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat bis heute mehr als 25 000 mutige Männer und Frauen geehrt, die während des Zweiten Weltkriegs Juden retteten. Diese Geschichte ist trotzdem einzigartig. Unter den "Gerechten unter den Völkern" ist bislang nur ein Araber: Mohammed Helmy. Er lebte in Berlin. Den ganzen Krieg über blieb er in der Stadt. Der Ägypter balancierte ständig auf einem schmalen Grat zwischen Anpassung und Subversion, und er vollbrachte ein wahres Husarenstück, um die Nazis auszutricksen. So rettete er die Jüdin Anna Boros.

Dieses Buch wirft ein Licht auf eine fast vergessene Welt, das alte arabische Berlin der Weimarer Zeit, das gebildet, fortschrittlich und in weiten Teilen alles andere als judenfeindlich war. Einige Araber in Deutschland stellten sich in den Dienst des NS-Regimes. Aber eine nicht unbedeutende Gruppe – und von ihr handelt diese Geschichte – bildete einen Teil des deutschen Widerstands gegen den NS-Terror.

Dr. Ronen Steinke ist Redakteur und Autor der „Süddeutschen Zeitung“. Seine juristische Doktorarbeit über Kriegsverbrechertribunale von 1945 bis heute wurde von der FAZ als „Meisterstück“ gelobt. Noch in beste Erinnerung ist seine Buchpräsentation in der „Villa“ über Fritz Bauer, den mutigen Ermittler und Ankläger der Frankfurter Auschwitz-Prozesse. Die Biografie ist preisgekrönt, verfilmt und wurde in mehrere Sprachen übersetzt.

 „Steinke will mit seinem Buch auch deutlich machen, dass das Zusammenleben von Juden und Muslimen in Berlin vor bald 100 Jahren besser war als es heute oft der Fall ist.“ (rbb Inforadio)

Am Stand des Buchladens „Rosta“ können Bücher des Autors erworben werden, die Ronen Steinke auf Wunsch signiert.


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