Veranstaltungen

27. April 2010 , 19:00 Uhr
Vortrag

Der Widerstand trotzkistischer Gruppen in Hamburg

Programm:

Im Großraum Hamburg existierten im Nationalsozialismus mehrere Gruppen der „Linken Opposition“ bzw. der „Internationalen Kommunisten Deutschlands“ (IKD); die Gestapo schätzte ihre Stärke 1936 auf etwa 100 Personen. Walter Munter, Heinz Leidersdorf und Wilhelm Defert, die illegale Leitung der örtlichen Gruppen, organisierten Treffen sowie die Herstellung und Verbreitung illegaler Zeitungen und Flugblätter und pflegten den Kontakt zu führenden Trotzkisten in Kopenhagen, zur illegalen Reichsleitung der Organisation in Berlin und zu weiteren linkssozialistischen Gruppen.

Am 2. November 1935 wurden Walter Munter, Heinz Leidersdorf und Hans Berger, ein Kurier der Reichsleitung aus Berlin, bei der Übergabe eines Koffers mit illegalem Material in Hamburg verhaftet. Wenige Tage danach wurden Wilhelm Defert und etwa 80 weitere Hamburger Trotzkistinnen und Trotzkisten festgenommen. 1935 und 1936 führte die Gestapo reichsweit Verhaftungen gegen trotzkistische Aktivistinnen und Aktivisten durch, sodass bis Ende 1936 die Strukturen der IKD in Deutschland weitgehend zerstört waren.

Vortrag und Gespräch mit dem Historiker Peter Berens, Oberhausen, Autor der 2007 erschienenen Studie „Trotzkisten gegen Hitler“.

Weitere Informationen: herbert.diercks@bksm.hamburg.de, Telefon: 0 40 – 4 28 13 15 17

Ort:

Veranstalter: