Veranstaltungen

11. Dezember 2012 , 19:30 Uhr
Vortrag

Die Bedeutung der Shoah und der Diaspora für die Gegenwart Israels

Programm:

Referent: Dr. Gideion Greif (Yad Vashem, Israel/Austin, USA)

Wenngleich der Völkermord an den europäischen Juden nicht der Startpunkt und die nicht die Hauptlegitaimation für die Gründung des Staates Israel war, so gründete sich doch in späteren Jahrzehnten die Identität des jungen Staates auf die Lehren aus der Shoah: Nie wieder Opfer zu sein, nie wieder ohne "rettenden Hafen". Auch die - jüdische und nichtjüdische - Solidarität mit dem jüdischen Gemeinwesen war mit der Katastrophe der 1930er- und 1940er-Jahre lange Zeit eng verbunden.

Wie sieht das heute in der israelischen Gesellschaft aus - wie bedeutsam ist dieser Bezugspunkt noch? Und wie ist die Perspektive des israelischen Volkes auf die immer selbstbewusster werdende jüdische Diaspora - gilt sie weiterhin als illegitimer Weg?

Gideon Greif, Jg. 1951, ist Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenk- und Forschungsstätte Yad Vashem - zur Zeit Gastprofessor in Austin/Texas. Er hat zur Geschichte der Shoah, vor allem zu den Sonderkommandos in den Vernichtungslagern und zur israelischen Geschichte geforscht und sich außerdem vielfältig in Fortbildungen für Pädagogen und Museumsmitarbeiter und -mitarbeiterinnen engagiert.

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen

Gebühr: 5€ (Vereinsmitglieder 4€)

Ort:

Jüdisches Museum Westfalen

Veranstalter:

Jüdisches Museum Westfalen