Veranstaltungen

19. Januar 2017 - 12. Februar 2017
Ausstellungseröffnung

Die Hamburger Curiohaus-Prozesse. Kriegsverbrechen vor britischen Militärgerichten

Programm:

Der  britische Prozess gegen die Hauptverantwortlichen des KZ Neuengamme war nur einer von insgesamt 190 Prozessen vor britischen Militärgerichten in Hamburg in den Jahren 1945 bis 1949. 

Auch über viele weitere NS-Täter- und Täterinnen und Kriegsverbrecher saßen die britischen Richter in Hamburg zu Gericht: Über die Firmenleitung des Hamburger Unternehmens Tesch & Stabenow, die das Schädlingsbekämpfungsmittel Zyklon B zum Betrieb der Gaskammern von KZ Auschwitz geliefert hatte ebenso wie über Aufseherinnen und Funktionshäftlinge des Frauen-KZ Ravensbrück. Kriegsverbrechen auf See wurden ebenso angeklagt wie Verbrechen in Kriegsgefangenen- und Arbeitserziehungslagern oder Morde von abgeschossenen Piloten der Alliierten. Der letzte große Prozess richtete sich 1949 gegen Feldmarschall Erich von Manstein, der dafür verurteilt wurde, als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Süd in der besetzten Sowjetunion die Erschießung von Juden, die Deportationen von Zivilistinnen und Zivilisten und die Erschießung von Kriegsgefangenen zugelassen zu haben.

Die Ausstellung wirft ein Schlaglicht auf das gesamte Spektrum der britischen Ermittlungen und Prozesse und zieht ein Fazit der historischen Erfolge und Versäumnisse der juristischen Aufarbeitung von NS-Verbrechen unter der britischen Besatzung der Hansestadt.

Ort:

Hamburger Rathaus

Veranstalter: