Veranstaltungen

21. August 2021 , 20:00 Uhr
Film

DIE KINDER VON WINDERMERE / THE WINDERMERE CHILDREN

Programm:

Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen lädt zur

Open-Air-Filmretrospektive "Kinder in der Schoa
Zwischen Verfolgung, Gleichgültigkeit und Solidarität"

von Mittwoch, 18. August bis Samstag, 21. August 2021, um 20 Uhr

vor dem Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Erinnerungsstraße 1, 4310 Mauthausen.

Bei der Erwähnung von Konzentrations- und Vernichtungslagern hat man die Bilder der Befreiung, der Toten und Überlebenden vor Augen. Nur selten denken wir an Kinder, an Babys, Jugendliche, die in den Todesmühlen ermordet wurden oder nur eine winzige Chance hatten, zu überleben. Die Retrospektive 2021 widmet sich den Kindern in der Schoa und fragt, wie und von wem Kinder diskriminiert, verfolgt, deportiert und in die Gaskammern geschickt wurden. Wie hat sich das Umfeld verhalten, gab es viele Versuche, Kinder zu retten, vor dem Tod zu bewahren oder haben Deutsche und Österreicher sowie die mit den Nazis Verbündeten in anderen Ländern versagt und die Verbrechen aktiv mitgetragen? Die Erfahrungen, Erinnerungen erzählen auch von Hilfe, Solidarität für Einzelne und dem unglaublichen Lebenswillen der Kinder. Letztlich müssen wir fragen, ob die Kinder- und Menschenrechte nicht nach wie vor zu den schwächsten Werten unserer Gesellschaft gehören, in der das Leben von Kindern einfach missachtet werden kann?

Die Filme werden durch einen kurzen Vortrag von Univ. Prof. Dr. Frank Stern (Visuelle Zeit- und Kulturgeschichte am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien) eingeleitet. Im Anschluss an die Filme gibt es die Möglichkeit für Fragen und Diskussion.

Freier Eintritt.

DIE KINDER VON WINDERMERE / THE WINDERMERE CHILDREN
Grossbritannien, Deutschland 2020, 88 Min.
Regie: Michael Samuels, Drehbuch: Simon Block, Kamera: Wojciech Szepel. Mit: Iain Glen, Romola Garai, thomas Kretschmann, Marcel Sabat, Philipp Christopher, Anna Schumacher, Marek Wroblewski, Kuba Sprenger, Anna Maciejewska u.a.

Sommer 1945, eine Gruppe überlebender Kinder der Vernichtungs- und Konzentrationslager kommt auf einem englischen Landsitz an. Es soll versucht werden, ihnen bei der Verarbeitung ihrer traumatischen Erlebnisse zu helfen. Sie haben ihre Familien verloren, keinen Besitz und die ganz Kleinen haben auch keine wirkliche Erinnerung mehr, außer dass sie zusammen waren. Der Film lebt von den Gesichtern, dem Verhalten, dem Sprachengewirr. England erlaubte gerade einmal 1000 Kindern die Einreise, 300 davon waren in Windermere. Ihre Geschichte erzählt der Film.

Ort:

KZ Mauthausen

Veranstalter:

KZ Mauthausen