Veranstaltungen

8. Mai 2014 , 19:00 Uhr
Vortrag

Die Kontroverse über die NS-Vergangenheit des Präsidenten Friedrich Knost

Programm:

Im Jahr des Eichmann-Prozesses 1961 holte den Braunschweiger Regierungspräsidenten die Vergangenheit ein: Friedrich August Knost wurde von dem Regierungsrat Günter Raschen beim Generalstaatsanwalt Fritz Bauer in Frankfurt anzeigt. Der Grund: Knost war im Reichssippenamt tätig gewesen und Mitautor eines einschlägigen Kommentars zu den Nürnberger Rassegesetzen.

Die Anzeige fand ein breites Medienecho. Auch der Pfarrer Georg Althaus meldete sich zu Wort: Ein Mann wie Knost könne nicht Mitglied der braunschweigischen Kirchenregierung bleiben. Doch die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen ein. Stattdessen wurde Raschen öffentlich als Sympathisant der Kommunisten hingestellt, der eine DDR-gelenkte Kampagne betreibe. Knost schied erst mit seiner Pensionierung 1964 aus.

Ort:

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