Veranstaltungen

17. November 2011 , 19:00 Uhr
Vortrag Film

Die Lüge vom besseren Deutschland. Nationalsozialistische Anwerbefilme für „Ost-Arbeiter“.

Programm:

Vortrag mit Filmbeispielen von Dr. Ralf Forster.

Ende 1944 lebten in Deutschland rund 2,8 Millionen „Ost-Arbeiter“ – die meisten unter entwürdigenden Bedingungen. Sie halfen die nationalsozialistische Diktatur und den Krieg zu verlängern. Zwar erfolgte die „Aushebung“ der billigen Arbeitskräfte nicht selten unter Zwang, dennoch entstanden ab 1942 Propagandafilme, die für das Arbeiten in Deutschland warben und ein besseres Leben versprachen. Verantwortlich für diese Filme war die Zentralfilmgesellschaft Ost (ZFO). Die Firma sollte die im besetzten „Osten“ das Filmwesen organisieren, Anwerbefilme produzieren und später die rekrutierten Menschen kulturell versorgen. Die Filme entwerfen das Lügengebäude einer goldenen Zukunft in Deutschland, einer hoch entwickelten Gesellschaft, wobei allerdings Versatzstücke der Realität (Barackenlager) am Rande mit transportiert werden. Ihr einfacher Charakter nahm Elemente der Rassenideologie auf, die den „Ost-Völkern“ einen geringen Intellekt nachsagte. Der Vortrag präsentiert zwei der seltenen Dokumente und ordnet sie in die Geschichte des Nationalsozialismus ein: „Wir fahren nach Deutschland“ und „Wir leben in Deutschland“. (Ralf Forster)

Die Filme:
„Wir fahren nach Deutschland“ (Arbeitstitel: „Weg ins Reich“), 1943
„Wir leben in Deutschland“, 1944

Einladung

Ort:

Veranstalter: