Veranstaltungen

4. Dezember 2018 , 19:00 Uhr
Vortrag

Die Masseninternierungen nach dem Novemberpogrom 1938

Programm:

Dienstag, 4. Dezember 2018 19:00 Uhr

Die Masseninternierungen nach dem Novemberpogrom 1938. Antisemitischer Terror und jüdische Selbstbehauptungen im Konzentrationslager

Vortrag: Dr. Kim Wünschmann, München
Moderation: Dr. Astrid Ley, Oranienburg

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

(Gemeinsam mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen)

Begleitprogramm zur Ausstellung „‚Kristallnacht’ – Antijüdischer Terror 1938”

Die Veranstaltung ist gleichzeitig Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „‚Im Reich der Nummern, wo die Männer keine Namen haben.’ Haft und Exil der Novemberpogrom-Gefangenen im KZ Sachsenhausen”, die von 9. bis 30. November im Abgeordnetenhaus zu Berlin gezeigt wird.
mehr (stiftung-denkmal.de)

Der Pogrom am 9. November 1938 markiert einen Einschnitt in der Verfolgungsgeschichte der Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus. Er steht für antisemitischen Terror bis dahin unerreichten Ausmaßes, im Zuge dessen über 26.000 jüdische Männer in die Konzentrationslager Sachsenhausen, Buchenwald und Dachau verschleppt wurden. Dort wurden sie weit schlechter behandelt als die übrigen Gefangenen. Mit den Massenverhaftungen sollte der Auswanderungsdruck auf die deutschen Juden massiv erhöht werden.
In ihrem Vortrag rekonstruiert Kim Wünschmann die Ereignisse rund um die Massen­internierungen in den Tagen nach dem Novemberpogrom, fragt nach den Haft- und Entlassungsbedingungen und analysiert, wie die Verfolgten die historische Situation erlebten und welche Strategien der Selbstbehauptung sie entwickelten.

Kim Wünschmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Zeitgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und Koordinatorin der LMU zum Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte München. Zu ihren Veröffentlichungen zählt „... der schrankenlosesten Willkür ausgeliefert” – Häftlinge der frühen Konzentrationslager 1933–1936/37 (2017, hg. mit J. Osterloh). Ihre Studie Before Auschwitz. Jewish Prisoners in the Prewar Concentration Camps (2015) wurde mehrfach ausgezeichnet.

Astrid Ley ist stellvertretende Leiterin der Gedenkstätte und Museum Sachsenhau-sen. Sie ist Kuratorin der Ausstellung „‚Im Reich der Nummern, wo die Männer keine Namen haben.’ Haft und Exil der Novemberpogrom-Gefangenen im KZ Sachsenhausen”.

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