Veranstaltungen

10. Juni 2018 , 11:00 Uhr
Film Vortrag

Die Studentenbewegung 1965 bis 1968: Der Aufstand gegen die Nazigeneration

Programm:

Mit einem Vortrag mit Hannes Heer sowie dem Film von Hannes Heer »Mein 68. Ein verspäteter Brief an meinen Vater« (1988), 45 Min. (WDR)

Zwei Jahrzehnte nach dem Ende des »Dritten Reiches« stellten die im Krieg oder kurz danach Geborenen die Vertrauensfrage: Sie protestierten gegen die Lüge der eigenen Eltern, mit der sie aufgewachsen waren, und gegen die nach dem Krieg von Regierung und Gesellschaft betriebene Auslöschung der deutschen Schuld durch den Freispruch und die Integration der Nazi-Eliten in den neuen Staat. Die Unterstützung des Schah-Regimes wie des Völkermords der USA in Vietnam, die Erschießung von Benno Ohnesorg 1967 durch die Westberliner Polizei und der durch die Hetze der Springer-Presse vorbereitete Mordanschlag auf Rudi Dutschke führten dazu, dass Hunderttausende junger Menschen sich von diesem inhumanen und undemokratischen Staat nicht mehr vertreten sahen. Ihr Aufstand brachte nicht die Revolution, aber sorgte dafür, dass die Bundesrepublik sich ein zweites Mal gründete und zu einer Demokratie wurde. Jürgen Habermas würdigte diesen Prozess so: »Diese Revolte war für die politische Kultur der Bundesrepublik ein Einschnitt, in den heilsamen Folgen nur übertroffen von der Befreiung vom NS-Regime durch die Alliierten 1945.«

Eine Veranstaltungsreihe des NS-DOK in Kooperation mit dem Arbeitskreis für intergenerationelle Folgen des Holocaust, ehem. PAKH e.V.

Filmreihe „Der Skandal aus vorlauter Bote“

Für: Erwachsene | Mit: Hannes Heer | Preis: € 10,00 | ermäßigt: € 6,00

Ort:

Filmforum NRW im Museum Ludwig, Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln

Veranstalter: