Veranstaltungen

29. September 2013 - 3. November 2013
Ausstellung

Die sudetendeutschen Sozialdemokraten – von der DSAP zur Seliger-Gemeinde

Programm:

1919 wurde die „Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik“ (DSAP) gegründet. Erster Vorsitzender war Josef Seliger. 1929 stellte die Partei die stärkste deutsche Fraktion im Prager Abgeordnetenhaus und trat in eine Koalitionsregierung ein. Bis 1938 gehörte die DSAP ständig der Regierung an. Allerdings verlor die Partei während der Wirtschaftskrise viele Anhänger. Umso mehr gewann die „Sudetendeutsche Partei“, die einen Anschluss des „Sudetenlands“ an Hitler-Deutschland betrieb. Als im Oktober 1938 deutsche Truppen das „Sudetenland“ besetzten, begann die Verfolgung der Sozialdemokraten. Im Herbst 1938 wurden mehr als 10.000 DSAP-Mitglieder verhaftet und viele ins KZ Dachau verschleppt. Heute nimmt die Seliger-Gemeinde, 1951 als „Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten“ gegründet, das politische Erbe der DSAP wahr und tritt für die deutsch-tschechische Aussöhnung ein.

Die Ausstellung eröffnet Albrecht Schläger, Bundesvorsitzender der Seliger-Gemeinde, am 29.9. nach dem Gedenkgottesdienst (Beginn 11 Uhr).

Ort:

Veranstalter: