Veranstaltungen

5. Februar 2015 , 09:30 Uhr - 16:45 Uhr
Weiterbildung

Die Todesmärsche 1944/45

Programm:

Eine Lehrer- und Multiplikator/innen-Fortbildung Leitung: Dr. Susanne Urban (Bad Arolsen)

„Ich kann nur sagen, dass es furchtbar war, und keiner glaubte an ein Überleben.“ (Leon Garnszarski)
An diesem Fortbildungstag werden Zugänge zum vergessenen Thema der Todesmärsche aufgezeigt. Diese Todesmärsche waren das letzte organisierte Massenverbrechen des nationalsozialistischen Deutschland. Kreuz und quer trieben die SS und Wachleute Häftlinge aus v.a. Konzentrations- und Vernichtungslagern oder Gefängnissen in den letzten Monaten des Krieges vor sich her. Von Auschwitz-Blechhammer nach Groß-Rosen. Von Groß-Rosen nach Dora-Mittelbau, weiter nach Flossenbürg, Bergen-Belsen und Sachsenhausen. Von Lieberose mitten durch Berlin nach Sachsenhausen. Von Ohrdruf 395 Kilometer nach Dachau. Von Halberstadt 510 Kilometer nach Gießen. Die Straßen des Reichsgebiets waren voll mit Zigtausenden Menschen, die auf diese Todesmärsche geschickt wurden. Die genaue Zahl der während dieser brutalen Räumungstransporte umgekommenen oder ermordeten Menschen ist nicht bekannt. Die Todesmarschverbrechen ließen große Teile der deutschen Bevölkerung zu Zeugen, nicht wenige zu Mittätern werden.
Anhand persönlicher Schicksale Ermordeter und Überlebender sowie der Todesmarschrouten werden mit Hilfe von Dokumenten aus dem Archiv des International Tracing Service (ITS) die Chancen und Grenzen, schulische wie außerschulische Bildungsaktivitäten für dieses Thema zu öffnen, diskutiert. Auch sollen in einer Arbeitsphase eigene Skizzen für den Einsatz im Unterricht erarbeitet werden.
Anerkannte Lehrerfortbildung - Die Veranstaltung ist offen für Multiplikator/-innen in der Bildungsarbeit und alle am Thema Interessierten.

 

Geplanter Ablauf

9:30 Uhr
Begrüßung, Austausch von Erwartungen und Zielen

10:00- 10:45 Uhr            
Der ITS, die Erforschung der Todesmärsche und individuelle Schicksale (ITS)

10:45-11:15 Uhr              
Diskussion

11:15-11:45 Uhr              
Filmsichtung zum Thema Todesmärsche

11:45-12:00 Uhr              
Diskussion

12:00-13:00 Uhr              
Mittagspause (gemeinsamer Imbiss)

13:00–13:30 Uhr             
Geführter oder individueller Rundgang durchs Museum

13:30–14:45 Uhr             
Arbeitsgruppen: Routen, Akteure, Überlebende in den Dokumenten des ITS

14:45–15:15 Uhr
Kaffeepause

15:15–16:15 Uhr
Auswertung der Arbeitsgruppen

16:15-16:45 Uhr              
Abschlussdiskussion und Ende der Veranstaltung

- in Zusammenarbeit mit dem International Tracing Service (ITS), KinderLehrhaus e.V., der Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen, dem Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen (Schulreferat) und der GEE – Pädagogische Akademie –

Anmeldung erforderlich.

Ort:

Veranstalter: