Veranstaltungen

28. September 2010 , 19:00 Uhr
Buchpräsentation Lesung Gespräch

"Dienstags in Fuhlsbüttel"

Programm:

"Anfang 1935 flog die Gruppe meines Vaters auf..."

Lesung und Gespräch mit der Zeitzeugin Helga Roepert .

Erinnerungen der Tochter des sozialdemokratischen Widerstandskämpfers Otto Lang, Helga Roepert, an ihre Kindheit im Nationalsozialismus.

Helga Roepert, geb. Lang, Jahrgang 1931, verbrachte ihre Kindheit und Jugend in den Hamburger Arbeiterstadtteilen Veddel und Rothenburgsort. In ihrem in diesem Jahr erschienenen Buch „Anfang 1935 flog die Gruppe meines Vaters auf…“ erinnert sie sich „an eine glückliche Kindheit in schrecklichen Zeiten“ – die Zeit des Nationalsozialismus und des Krieges.

Eine glückliche Kindheit ermöglichten die Familie und Freunde. Aber ihr Vater, Otto Lang, wurde von der Gestapo verhaftet, weil er sich am Widerstand beteiligt hatte. Er hatte der SPD und dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold angehört und deren politische Arbeit im Nationalsozialismus illegal fortgesetzt. Er kam von 1935 bis 1938 für zweieinhalb Jahre in Haft. Während des Krieges zog die Wehrmacht ihren Vater als „wehrunwürdigen“ Soldaten zum „Bewährungsbataillon 999“ ein; dort starb er kurz vor Kriegsende auf der Flucht.

Helga Roepert arbeitete bis 1993 als Finanzbeamtin in Hamburg. Sie ist Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten“ und steht regelmäßig in der Gedenkstätte „KolaFu“ den Besuchern als Zeitzeugin zur Verfügung. Sie hat mit dem Aufschreiben ihrer Erinnerungen dafür gesorgt, dass ein wichtiger Aspekt Hamburgischer Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.

Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg (S/U-Bahnhof Ohlsdorf (S1/ U1))

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