Veranstaltungen

23. September 2010 - 24. September 2010

Ehemals NS-Verfolgte im Alter. Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten.

Programm:

Das internationale Projekt TRANSFER legt die Ergebnisse seiner Arbeit vor und möchte die Situation der ehemals Verfolgten heute in den Städten Hamburg (Deutschland), Minsk (Belarus) und Perm (Russland) darstellen sowie Anforderungen, Möglichkeiten und Grenzen für eine adäquate Betreuung
im Alter und im Alltag mit einer Fachöffentlichkeit diskutieren.


Das Projekt TRANSFER besteht seit 2008 und ist der Versuch einer internationalen und lokalen Netzwerkbildung zwischen drei Organisationen aus

  • Hamburg: Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten e. V.
  • Minsk: Dolya/Ljest: Verband der NS-Verfolgten
  • Perm: Zentrum zur Unterstützung demokratischer Jugendinitiativen („Jugend-Memorial“)

 

Ziel ist, die Interessen und Bedürfnisse von ehemals Verfolgten im Alter bekannt zu machen und Formen der psychosozialen Betreuung zu entwickeln, die ihre Geschichte, ihre Lebensbiografien und das jahrzehntelange Schweigen über ihre Verfolgung berücksichtigt. Dieses Netzwerk wird seit 2009 von der Stiftung „Erinnerung – Verantwortung – Zukunft“ finanziell unterstützt. Zu diesem
Netzwerk gehört einen Freiwilligenaustausch zwischen den drei Ländern, der dank der Förderung des europäischen Programms „Jugend in Aktion“ im Dezember 2008 starten konnte.

Verschiedene Fragen sollen die Stränge der Diskussion auf der Fachtagung bilden:

  • Wie können die alten Menschen und Zeitzeugen weiterhin am gesellschaftlichen Leben und am Austausch mit jüngeren Generationen teilhaben?
  • Wo sind momentan die Grenzen (gesellschaftlicher und finanzieller Art) für eine adäquate psychosoziale Betreuung von Verfolgten im Alter?
  • Wie können die Lebensbiografien und insbesondere die Verfolgungsgeschichte dieser Menschen in der Ausbildung der Fachkräfte und der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen von Verbänden besser berücksichtigt werden?
  • Wie können die Belange und Interessen dieser alten Menschen gesellschaftlich besser vertreten werden?
  • Was sind die Perspektiven von lokalen und internationalen Netzwerken?

Diese Fragen werden von VertreterInnen aus den Verbänden und den regionalen Behörden aus Hamburg, Minsk und Perm sowie den Akteuren der Betreuung (hauptamtliche und ehrenamtliche MitarbeiterInnen, europäische Freiwillige) beleuchtet und diskutiert.

Programm+zusätzliche Informationen als PDF

Ort:

Hamburger Schulmuseum, Seilerstraße 42, D - 20359 Hamburg

Veranstalter:

Verein psychosoziale Arbeit mit Verfolgten