Veranstaltungen

18. November 2013 - 31. Juli 2014
Ausstellung

Einblicke - Die unbekannten Zeitzeugen von Krieg und Judenvernichtung

Programm:

Überlebende der nationalsozialistischen Vernichtung der Juden in der früheren Sowjetunion und jüdische Veteranen des sowjetischen Militärs leben seit rund 20 Jahren in der Region Osnabrück. Sie erlebten Evakuierungen nach Asien, Ghettos und Massenerschießungen. Andere überlebten die Blockade von Leningrad oder kämpften als sowjetische Soldaten gegen die Armee des nationalsozialistischen Deutschlands. Seit den 1990er Jahren emigrierten sie nach Deutschland. Ihre Erinnerungen an das Leben in der Sowjetunion brachten sie mit.

Ihre Erfahrungen von Krieg und Verfolgung stehen im Mittelpunkt der Ausstellung »Einblicke«, die in deutscher und russischer Sprache 26 Lebenswege Osnabrücker Einwanderer vorstellt.

Gemeinsam mit dem Verein »Judentum begreifen« und zwei Osnabrücker Studentinnen erarbeitete die Gedenkstätte Augustaschacht in den vergangenen drei Jahren diese in der bundesdeutschen Erinnerungskultur besondere Ausstellung, die am Sonntag, den 17. November 2013, um 11 Uhr in der Gedenkstätte Augustaschacht, Zur Hüggelschlucht 4, in Hasbergen-Ohrbeck eröffnet wird. Angehende gestaltungstechnische Assistentinnen und Assistenten sowie Fotografinnen und Fotografen des Berufsschulzentrums am Westerberg entwickelten mit ihren Lehrern die Ausstellungsgestaltung und nahmen bei Besuchen Portraits von den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen auf.

Für die Ausstellung wurden lebensgeschichtliche Interviews mit den Zeitzeugen in ihrer Muttersprache Russisch geführt. Autobiografien geben Einblicke in die Erinnerung einiger bereits verstorbener Zeitzeugen. Ebenso wichtig sind die Erzählungen Angehöriger, denen die Zeitzeugen noch zu Lebzeiten ihre Erinnerungen anvertrauten. Das Kennenlernen der Menschen und ihrer Geschichten sowie die Teilhabe an ihren Erinnerungen und Erlebnissen bringt die heutige vielfältige Gesellschaft näher zusammen. Dazu möchte diese Ausstellung beitragen.

Die Ausstellung wird von der Stadt Osnabrück, dem Landschaftsverband Osnabrücker Land, der Jüdischen Gemeinde Osnabrück und dem Unternehmen Lengermann + Trieschmann gefördert. Sie ist bis zum 31. Juli 2014 in der Gedenkstätte Augustaschacht zu sehen.

Ort:

Veranstalter: