Veranstaltungen

21. September 2021 , 18:00 Uhr - 21. Dezember 2021 - 00:00 Uhr
Ausstellung Ausstellungseröffnung

„EINIGE WAREN NACHBARN: TÄTERSCHAFT, MITLÄUFERTUM UND WIDERSTAND“

Programm:

Gedenkstätte KZ Osthofen zeigt ab 21.September 2021 die Wanderausstellung "EINIGE WAREN NACHBARN: TÄTERSCHAFT, MITLÄUFERTUM UND WIDERSTAND" des United States Holocaust Memorial Museum Washington

Regionale Ergänzung mit Beispielen aus dem heutigen Rheinland-Pfalz - Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig übernimmt Schirmherrschaft

"Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand" befasst sich mit einer der zentralen Fragen zum Holocaust: Wie war der Holocaust möglich? Die zentrale Rolle von Adolf Hitler und anderer nationalsozialistischer Führer ist unbestreitbar, aber sie waren von unzähligen anderen abhängig. Welche Rolle spielten die gewöhnlichen Menschen? Warum haben so viele die Verbrechen der Nationalsozialisten unterstützt oder geschwiegen? Warum haben so wenige den Opfern geholfen? Die Erkenntnis, dass der Holocaust möglich wurde, weil Menschen in Deutschland und ganz Europa aus verschiedenen Gründen motiviert waren, dem Völkermord zuzustimmen oder daran mitzuwirken, ist entscheidend, um Lehren aus dem Holocaust zu ziehen. Der Holocaust erinnert uns daran, dass das Undenkbare immer möglich ist und dass Individuen mehr Macht haben, als sie vielleicht wissen -- zum Guten oder zum Schlechten. Die Ausstellung inspiriert dazu, über eigene Einflussmöglichkeiten für eine bessere Zukunft nachzudenken.

Das United States Holocaust Memorial Museum ist ein lebendiger Ort der Erinnerung an den Holocaust und ermutigt die Besuchenden weltweit, sich dem Hass entgegenzustellen, Völkermord zu verhindern und sich für die Menschenwürde einzusetzen. Seine weitreichenden Bildungsprogramme und seine weltweite Wirkung werden durch großzügige Spenden ermöglicht. Weitere Informationen finden Sie unter ushmm.org/einige-waren-nachbarn.

Die Ausstellung "Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand" wird am Dienstag, 21. September 2021 in der Gedenkstätte KZ Osthofen mit einem Grußwort der Schirmherrin, Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, eröffnet und wird bis zum 21. Dezember 2021 dort zu sehen sein. "Hitler und andere nationalsozialistische Führer hätten den Holocaust nicht alleine verüben können", erklärt Timothy Kaiser, stellvertretender Direktor des Levine Instituts für Holocaust-Erziehung am Museum. "Einige waren Nachbarn stellt die Frage nach den unzähligen anderen, die den Holocaust mit ermöglichten, aber auch nach den Menschen, die Widerstand leisteten und Andere retteten. Besucher können eigene Annahmen hinterfragen und überlegen, wie der Einzelne etwas bewirken kann." Auf Initiative des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums hat die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Förderverein Projekt Osthofen e.V. diese wichtige Ausstellung nach Rheinland-Pfalz geholt, um sie in der Gedenkstätte KZ Osthofen zu zeigen und vor allem auch für die pädagogische Arbeit zu nutzen.

Für die Präsentation in der Gedenkstätte KZ Osthofen wurde die Ausstellung des USHMM durch regionalhistorisches Material aus dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz ergänzt. Denn die Nachbarschaft der Täter und Opfer, der Mitläufer und Widerständigen begann vor der eigenen Haustür. So werden unter anderem Aufnahmen von antisemitischen Fastnachtsgruppen aus Neustadt an der Weinstraße, von der Plünderung des Kaufhauses Lippmann in Grünstadt am 10. November 1938, von der Deportation aus Bingen ebenfalls in der Ausstellung in Osthofen zu sehen sein.

Zur Ausstellung gibt es ein breitgefächertes Begleitprogramm sowie spezielle pädagogische Angebote wie Führungen und Workshops. Nähere Informationen dazu findet man auf den Flyern zur Ausstellung und auf der Homepage der Gedenkstätte unter www.gedenkstaette-osthofen-rlp.de .

Zeitgleich wird die Ausstellung auch an weiteren Orten in Rheinland-Pfalz gezeigt:

• Bad Marienberg: Europahaus Marienberg, 25.9.-5.11.2021

• Pirmasens: Stadtmuseum Altes Rathaus, 6.11.-18.12.

• Laufersweiler, Ehemalige Synagoge, 6.11.-18.12.

Die Ausstellung wird eröffnet am Dienstag, 21. September 2021, 18 Uhr, im Beisein der Schirmherrin, Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

Die Teilnahme an der Eröffnung ist möglich nach vorheriger Anmeldung für Personen mit Nachweis der vollständigen Impfung, der Genesung, oder nach Vorlage eines negativen Antigen-Corona-Schnelltests.

 

Weitere Informationen

Ort:

Gedenkstätte KZ Osthofen, Ziegelhüttenweg 38, 67574 Osthofen

Veranstalter:

NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz