Veranstaltungen

1. September 2020 , 11:00 Uhr
Gedenkveranstaltung Einzelveranstaltung

Einweihung des „Denkmals für die Polnischen Befreierinnen und Befreier von Berlin“

Programm:

Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall Hitler-Deutschlands auf Polen ein Vernichtungskrieg in Osteuropa, der allein in Polen sechs Millionen Todesopfer zur Folge hatte. Der Überfall war ein weiterer Schritt in der seit 1933 beständig radikalisierten NS-Politik, insbesondere gegenüber europäischen Jüdinnen und Juden und der völkischen Ideologie von "Lebensraum".

Vielfach wird dabei vergessen, dass der NS-Terror-Politik, die in Berlin ihren Ursprung nahm auch dank dem opfervollen Beitrag unserer polnischen Nachbarn, darunter polnischen Juden, Roma und zahlreichen weiteren Minderheiten, ein Ende gesetzt werden konnte.

Deshalb möchte ich Sie auf die bevorstehende Einweihung des "Denkmals für die Polnischen Befreierinnen und Befreier von Berlin" hinweisen und sehr herzlich zur Teilnahme an den damit verbundenen Veranstaltungen zur Erinnerung an den Beitrag der Soldaten und Frauen-Soldaten der 1. Polnischen Armee zur Befreiung vom NS einladen. (Programm siehe anbei).

Die Schicksale der rund 180.000 Polinnen und Polen, die im Frühjahr 1945 an der "Berliner Operation" teilnahmen sind der deutschen Gesellschaft oft unbekannt. Die meisten von ihnen wurden nach der Besetzung Ost-Polens durch die Sowjetunion vom NKWD 1940/1941 nach Sibirien deportiert. Nach dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion wurden die polnischen Gulag-Häftlinge "amnestiert". In den Reihen der Polnischen Streitkräfte, die in der Sowjetunion formierten wurden, konnten sie die Rückkehr in ihre Heimat antreten. Nach dem gescheiterten Warschauer Aufstand gelangten 1944 aber auch ehemalige Partisanen der Heimat Armee (Armia Krajowa, AK) in die 1. Polnische Armee, die u.a. das deutsche KZ Sachsenhausen mitbefreite.

Die dramatischen Erlebnisse und Bewährungsproben der jungen Menschen, die in der 1. Polnischen Armee "für unsere und eure Freiheit" bis nach Berlin kämpften, mahnen die Bedeutung humanistischer Werte in Europa an, der Bewahrung des Friedens sowie der Stärkung und Intensivierung gut-nachbarschaftlicher Beziehungen zwischen unseren Nachbarstaaten.

Einweihung des "Denkmals für die Polnischen Befreierinnen und Befreier von Berlin"

1.09.2020 um 11:00 Uhr

Straße des 17 Juni Nr. 145 (Am Erweiterungsbau der Technischen Universität Berlin und U-Bhf.-Ernst-Reuter-Platz)

An der Einweihung des Denkmals vor der TU Berlin werden die letzten lebenden polnischen Kriegsveteranen der 1. Tadeusz-Kościuszko-Infanterie-Division der 1 Polnischen Armee (1 AWP) teilnehmen, die im Frühjahr 1945 u. a den Berliner Bezirk Charlottenburg und Tiergarten vom Nationalsozialismus befreiten.

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Ort:

Straße des 17 Juni Nr. 145

Veranstalter:

Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf in Kooperation mit VVN-BdA, ZKRPiBWP sowie AStA der TU Berlin