Veranstaltungen

12. Oktober 2014 , 11:00 Uhr
Gedenkveranstaltung

Einweihung einer Gedenkskulptur zur Erinnerung an die Ermordung von 27 deutschen und französischen Häftlingen

Programm:

Das Sachsenhausen-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. lädt gemeinsam mit der Gedenkstätte Sachsenhausen aus Anlass des 70. Jahrestages der Ermordung von 27 deutschen und französischen Häftlingen des Konzentrationslagers Sachsenhausen zu einer Gedenkveranstaltung in die Gedenkstätte Sachsenhausen ein.

 

27 Stangen aus Edelstahl, die auf einer runden Betonplatte gruppiert sind, erinnern künftig an 27 Häftlinge des KZ Sachsenhausen, die am 11. Oktober 1944 von der SS im Krematorium des KZ erschossen wurden. Das Denkmal wird anlässlich des 70. Jahrestages am Sonntag, 12. Oktober 2014, um 11 Uhr in der Gedenkstätte Sachsenhausen enthüllt. Im Rahmen der Gedenkveranstaltung werden Stiftungsdirektor Prof. Dr. Günter Morsch, der Vorsitzende des Sachsenhausen Komitees in der Bundesrepublik Deutschland, Andreas Meyer, Josette Vialette und Christiane Giffard als Vertreterinnen der französischen Amicale des anciens déportés du camp de concentration d´Oranienburg-Sachsenhausen und Leonie Baumann, Rektorin der Kunsthochschule Weißensee, zu den Anwesenden sprechen. Schülerinnen und Schüler des Oranienburger Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums und Ingrid Scharfschwerdt werden die Veranstaltung musikalisch umrahmen.

Das Denkmal „Der Klang der Erinnerung“ von Eva Susanne Schmidhuber wurde im Rahmen eines künstlerischen Wettbewerbs unter Studenten der Kunsthochschule Weißensee ermittelt. Stifter sind das deutsche Sachsenhausen Komitee und die französische Amicale. An den oberen Enden der Stangen sind die Namen und Geburtsdaten der Opfer, drei französische und 24 deutsche Häftlinge, längs mit durchbrochenen Buchstaben und Ziffern eingelassen. Die Stangen sind in ihrer Höhe und Breite, je nach Lebensalter und Haftdauer der Opfer, unterschiedlich ausgestaltet und erzeugen Klänge, wenn sie sich berühren. „Jede Stange hat ihren eigenen Klang und schafft für die Angehörigen und Besucher ein individuelles Andenken“, sagt Eva Susanne Schmidhuber über ihr Kunstwerk.

Am 27. März 1944 entdeckte die SS im KZ Sachsenhausen eine Rundfunk-Abhörstelle sowie im Lager hergestellte Flugblätter. Hierauf begann eine Sonderabteilung des Reichssicherheitshauptamtes mit ihren Untersuchungen, um die internationale Widerstandsorganisation im Lager zu zerschlagen. Trotz mehrmonatigen Ermittlungen und des Einsatzes zahlreicher Spitzel gelang der Kommission aber nur der Nachweis, dass deutsche Kommunisten eine Solidaritätsaktion unter den Häftlingen durchgeführt hatten. Nach Abschluss der Untersuchungen ermordete die SS am Abend des 11. Oktober 1944 in der "Station Z" 24 deutsche und drei französische Häftlinge. 102 weitere Häftlinge wurden am 20. Oktober in das KZ Mauthausen abgeschoben.

Ort: Gedenkort im ehemaligen Kommandanturbereich

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