Veranstaltungen

18. Oktober 2011 , 14:00 Uhr
Gedenkveranstaltung

Erinnerung an den Beginn der nationalsozialistischen Deportation von Juden aus Berlin

Programm:

Am 18. Oktober 1941, vor 70 Jahren, verließ der erste Berliner »Osttransport« mit 1.089 jüdischen Kindern, Frauen und Männern den Bahnhof Grunewald in Richtung Ghetto Litzmannstadt. Am 16. Oktober hatte die Gestapo mit Einweisungen in das Sammellager Levetzowstraße, im Gebäude der Synagoge, begonnen. Dann mussten die Juden »in einem langen Zug durch die Stadt laufen«, wie Hildegard Henschel, die Ehefrau des letzten Berliner Gemeindevorsitzenden, später schrieb. »Abgeholt!« wurde zum Inbegriff für Deportation. Bis zum 27. März 1945 folgten weitere Verschleppungen in den Osten. 55.000 der 160.000 Mitglieder in Berliner jüdischen Gemeinden fielen dem nationalsozialistischen Vernichtungsprogramm zum Opfer.

Die Jüdische Gemeinde zu Berlin und der Berliner Senat werden am 18. Oktober 2011 um 14:00 Uhr mit einer gemeinsamen öffentlichen Veranstaltung am Denkmal „Gleis 17“ (S-Bahnhof Grunewald) an den Beginn der der nationalsozialistischen Deportation von Juden aus Berlin erinnern.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit und die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süsskind werden die Teilnehmenden begrüßen. Im Anschluss wird Inge Deutschkron (*1922), Autorin und Journalistin aus Berlin eine Gedenkrede halten. Die musikalische Umrahmung wird durch die Berliner Singakademie gestaltet.

Auch die Schwarzkopf-Stiftung möchte Sie persönlich zu dieser Gedenkveranstaltung einladen und für eine Teilnahme möglichst vieler Berlinerinnen und Berliner an der Gedenkveranstaltung werben.

Für die Teilnahme ist keine Anmeldung notwendig. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne unter info@schwarzkopf-stiftung.de oder Tel.: 030-28095146 zur Verfügung.

Ort:

Berlin - Denkmal „Gleis 17“ (S-Bahnhof Grunewald)

Veranstalter:

Jüdische Gemeinde zu Berlin und der Berliner Senat