Veranstaltungen

31. August 2010 , 19:00 Uhr
Vortrag

Erinnerungen an Georg und Rosemarie Sacke

Programm:

Vortrag und Gespräch mit dem Leipziger Historiker Dr. Volker Hölzer, Autor des 2004 erschienenen Buches „Georg und Rosemarie Sacke. Zwei Leipziger Intellektuelle und Antifaschisten“ und Herausgeber des Haftbriefwechsels von Rosemarie und Dr. Georg Sacke 1934/1935 „... Georg ist unschuldig ...“. 2007. Der Osteuropahistoriker Dr. Georg Sacke arbeitete seit 1940 am Hamburger Welt-Wirtschafts-Institut e.V. (HWWI). 1943 verpflichtete das Arbeitsamt seine Frau, die Lehrerin Rosemarie Sacke, ebenfalls zur Arbeit am HWWI. Beide hatten sehr enge Kontakte zum Leipziger Nationalkomitee „Freies Deutschland“. Durch ihre Tätigkeit am HWWI hatten sie Zugang zu Informationen über die Situation in der Sowjetunion, die für die Widerstandsarbeit genutzt werden konnten. Zum Freundeskreis des Ehepaars zählten Mitglieder des Hamburger Widerstands, unter ihnen der Lehrer Hans Ketzscher.
Am 15. August 1944 verhaftete die Gestapo Georg und Rosemarie Sacke an ihrem Arbeitsplatz im HWWI. Verhöre und Haft im Polizeigefängnis Fuhlsbüttel folgten. Georg Sacke, der ins KZ Neuengamme eingeliefert wurde, kam im April 1945 auf einem Räumungsmarsch ums Leben. Rosemarie Sacke wurde Anfang Mai 1945 aus dem von der Gestapo geführten Kieler „Arbeits-erziehungslager Nordmark“ von britischen Truppen befreit. Sie starb am 19. April 1997 in Leipzig.

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