Veranstaltungen

14. August 2013 , 19:00 Uhr
Vortrag

Erinnerungen an Ida Ehre

Programm:

Ida Ehre, geboren am 9. Juli 1900 in Prerau/Mähren, ist in Hamburg unvergessen. Mit der Gründung der Hamburger Kammerspiele in der Hartungstraße und als deren lang-jährige Prinzipalin prägte sie das Theaterleben Hamburgs nach Kriegsende. Mit der Uraufführung des Dramas „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert schrieb sie Theatergeschichte und trug mit zahlreichen weiteren Erstaufführungen zur Profilierung der Kammerspiele als ein international beachtetes Theater des Nachkriegsdeutschlands bei. Zu ihren großen Rollen als Schauspielerin gehörte Brechts "Mutter Courage". 1985 wurde Ida Ehre Ehrenbürgerin der Freien und Hansestadt Hamburg.

Wenig bekannt ist jedoch, dass Ida Ehre als Jüdin 1933 mit Berufsverbot belegt war, ihre Mutter im KZ Theresienstadt ermordet wurde, sie selbst 1943 mehrere Wochen im Polizeigefängnis Fuhlsbüttel inhaftiert war und noch im Februar 1945 deportiert werden sollte. Ihre eigene Verfolgung und die ihrer Familie waren für sie prägende Erlebnisse.

Ida Ehre starb am 16. Februar 1989 in Hamburg.

 

Vortrag der in Hamburg lebenden Wiener Historikerin und Gedenkstättenpädagogin Sandra Wachtel.

 

Ort: Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

Kritenbarg 8, 22391 Hamburg

 

Anfahrt: S-Bahnhof Poppenbüttel, S1

 

 

Eine Veranstaltung der

KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Ort:

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Veranstalter:

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