Veranstaltungen

28. Januar 2014 , 19:00 Uhr
Ausstellungseröffnung

Eröffnung Fotoausstellung: Jüdisches Leben in Deutschland heute

Programm:

Eröffnungsreferat von Prof. Dr. Doron Kiesel, Frankfurt / Erfurt

Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland hat sich seit zwanzig Jahren stark verändert. Nicht nur die Zahl der Mitglieder der unter dem Dach des Zentralrats organisierten Gemeinden stieg von rund 25.000 (1988) auf heute über 110.000, auch die Herkunft aus dem russischen Kulturraum prägt heute das jüdische Gemeindeleben.

Was ist der Platz der jüdischen Gemeinschaft in einem sich verändernden Einwanderungsland Deutschland? Was sind die wichtigen Entwicklungen der jüdischen Gemeinschaft in den letzten zwanzig Jahren?

Prof. Doron Kiesel wurde in Israel geboren. Seine Eltern wanderten mit ihm nach Deutschland aus als er zehn Jahre alt war. Er studierte in Jerusalem und Frankfurt Sozial- und Erziehungswissenschaften, wirkte als Studienleiter an der evangelischen Akademie Arnoldshain und wurde 1998 als Professor für Interkulturelle und Internationale Pädagogik an die Fachhochschule Erfurt berufen. Seit 2012 baut er als wissenschaftlicher Direktor die Jüdische Akademie des Zentralrats der Juden in Deutschland auf.

Rafael Herlich ist Fotograf. Er wuchs in Israel auf und zog 1975 nach Frankfurt. Von hier aus dokumentiert er das jüdische Leben in Deutschland. Er macht dies auf vielschichtige und originelle Weise. Durch die Beschäftigung mit seiner Familiengeschichte fand er einen Halbbruder in Essen.

Rafael Herlich: Weiterleben - Weitergeben. Jüdisches Leben in Deutschland, Böhlau-Verlag: Köln 2009 (ISBN 978-3-20383-2).

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