Veranstaltungen

21. November 2014 , 18:30 Uhr

„Es iz geven a Zumertog – Lieder aus dem Ghetto Wilna“

Programm:

Roswitha Dasch (Violine und Gesang) und Ulrich Raue (Klavier) spielen Lieder aus dem Ghetto Wilna. Das gesamte Programm ist den Menschen im Wilnaer Ghetto zur Zeit der deutschen Besatzung Litauens gewidmet.

Während der Aufstand im Warschauer Ghetto vielen Menschen ein Begriff ist weiß man über da Ghetto von Wilna sehr wenig. Dabei wurde Wilna einmal das „Jerusalem Litauens“ genannt. Bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg galt die Stadt als religiöses und literarisches Zentrum der jüdischen Kultur. Am 6. Dezember 1941 wurde die jüdische Bevölkerung von den Nationalsozialisten in ein Ghetto gesperrt. Zwei Jahre später am 23. September 1943 wurde das Ghetto liquidiert.

Die Musikerin Roswitha Dasch ist mehrfach nach Wilna gereist um vor Ort mit Zeitzeugen zu sprechen und etwas über die Geschichte des Ghettos zu erfahren. So entstand eine Text-Musik –Collage, die mit ihren erzählten Geschichten, den historischen Ereignissen und vor allem durch jiddische Lieder das Leben in diesem Ghetto in den Jahren 941 bis 1943 widerspiegelt. Diese Lieder von jüdischen Komponisten und Dichtern im Ghetto verfasst, hat Ulrich Raue für die Besetzung Gesang, Violine und Klavier neu arrangiert.

 

Roswitha Dasch und Ulrich Raue lassen die Musik erklingen, die den Menschen im Ghetto trotz aller Trauer und Verzweiflung immer wieder Mut und Hoffnung gegeben hat.

Das SS-Sonderlager/KZ Hinzert

bestand zwischen 1939 und 1945. Zunächst diente das Lager als sog. „Polizeihaftlager“ für Westwallarbeiter. Daraus entwickelte sich ein sog. „Arbeitserziehungslager“ und später ein Konzentrationslager, das 1942 dem Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt der SS unterstellt wurde. Während des Krieges wurde es für über 13.000 Verschleppte aus dem besetzten Europa ein Ort des Terrors und des Todes. Insgesamt wurden im Hinzerter KZ nachweislich mindestens 321 Menschen ermordet oder starben durch den Lagerterror an Krankheit, Entkräftung oder Hunger.

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