Veranstaltungen

28. August 2018 , 18:00 Uhr
Ausstellungseröffnung

Deserteure und andere Verfolgte der Wehrmachtjustiz

Programm:

Die Ausstellung zu den Wehrmachtgerichten in Hamburg wird am 28. August 2018 im Rathaus Altona mit einem Vortrag von Prof. Dr. Maria Fritsche (Universität Trondheim) eröffnet. Die Ausstellung ist bis zum 21. September 2018 zu sehen. Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm mit Vorträgen und Filmvorführungen.

Ausstellungseröffnung „Deserteure und andere Verfolgte der Wehrmachtjustiz“

Dienstag, 28. August 2018, 18 Uhr
Rathaus Altona, Kollegiensaal
Platz der Republik 1, 22765 Hamburg


Hamburg war während des Zweiten Weltkriegs ein bedeutender Wehrmachtstandort: Elf Gerichte sowie weitere Dienststellen der Wehrmachtjustiz führten Zehntausende von Verfahren durch und waren für Hunderte Todesurteile verantwortlich. Im Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis und am Standortschießplatz Höltigbaum wurden mindestens 206 der meist wegen Desertion und „Zersetzung der Wehrkraft“ ausgesprochenen Todesurteile vollstreckt. Die Ausstellung zeigt Biografien von Verurteilten, rekonstruiert die Verfolgungsgeschichten und fragt nach den Handlungsmotiven für Fahnenflucht oder Ungehorsam. Zudem beleuchtet sie die Hintergründe der wegen Desertion gefällten Todesurteile. Die Ausstellung wird ergänzt durch ein vielfältiges Begleitprogramm: Zwischen dem 29. August und dem 24. September zeigt das Metropolis Kino Hamburg Spiel- und Dokumentarfilme zum Thema und im Rathaus Altona werden wissenschaftliche Vorträge zum Thema zu hören sein.

 

Dr. Liane Melzer (Bezirksamtsleiterin Altona) eröffnet am 28. August 2018 die Ausstellung im Kollegiensaal des Rathauses Altona. Prof. Dr. Maria Fritsche (Universität Trondheim) erläutert in einem Vortrag zur Eröffnung die Rolle und Urteilspraxis der Wehrmachtgerichte und zeigt anhand einiger Fallbeispiele die Auswirkungen auf die Verfolgten. Eintritt ist frei.

 

Dr. Oliver von Wrochem (KZ-Gedenkstätte Neuengamme): „Ausstellung und Begleitprogramm werden im Rahmen des Forschungsprojekts „Militärjustiz und Stadt im Krieg“ gezeigt. Das Projekt untersucht lange vernachlässigte Themen wie z.B. die Zusammenarbeit militärischer und ziviler Instanzen im Kontext nationalsozialistischer Repressionspolitik an der sogenannten ‚Heimatfront‘.“

 

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten des Bezirksamtes (Montags bis Donnerstags von 7:00 – 19:00 Uhr und Freitags von 7:00 – 17:00 Uhr) besucht werden. Der Eintritt ist frei.

 

Bitte beachten Sie auch den anliegenden Flyer. Eine Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Das Begleitprogramm wird in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis der KZ-Gedenkstätte Neuengamme e.V., dem Bezirksamt Altona und der Bezirksversammlung Altona präsentiert. Die Filmreihe findet in Kooperation mit dem Metropolis-Kino statt.

 

Rückfragen der Medien:

 

Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an Dr. Claudia Bade, die das Forschungsprojekt „Militärjustiz und Stadt

im Krieg. Die Gerichte des Ersatzheers in Hamburg und Norddeutschland 1939–1945“ betreut:

 

Dr. Claudia Bade

KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Tel.: 040 / 428 131 - 544

E-Mail: claudia.bade@bkm.hamburg.de

 

 

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KZ-Gedenkstätte Neuengamme

 

Dr. Iris Groschek

Öffentlichkeitsarbeit / Public Relations

Jean-Dolidier-Weg 75

21039 Hamburg

Tel.: +49 (0)40 / 42 81 31 - 521

Fax: +49 (0)40 / 42 79 24 - 521

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Mail: iris.groschek@bkm.hamburg.de

 

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Ort:

Rathaus Altona | Kollegiensaal, Platz der Republik 1, 22765 Hamburg

Veranstalter: