Veranstaltungen

26. Mai 2020 , 19:00 Uhr
Vortrag 1 permanent

Europa und die Kommunisten

Programm:

Begrüßung: Dr. Andrea Riedle (Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors)

Vortrag: Dr. Francesco Di Palma (Freie Universität Berlin)

Moderation: Prof. Dr. Arnd Bauerkämper (Freie Universität Berlin)

Livestream (eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich)

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Europa - Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert"

Der Kampf um den Primat im Kommunismus des angehenden 20. Jahrhunderts wurde vorrangig in Europa ausgetragen. Dies umfasste neben dem Widerstand gegen den Faschismus/Nationalsozialismus und der Erarbeitung von Wiederaufbauprogrammen für die "Zeit danach" auch die ideologische Konstruktion und Propagierung von Europa-Bildern bzw. -Vorstellungen. Mit der Teilung der Welt in Einflusssphären als unmittelbare Folge des Zweiten Weltkriegs und während des Kalten Kriegs wurde Europa zum Hauptschauplatz des Konflikts zwischen Ost und West. Dabei war aber nicht nur die sowjetische "Mutterpartei" KPdSU im kommunistischen Spektrum maßgeblich; auch kommunistische Parteien im Westen, insbesondere die italienische, die spanische und die französische, nahmen im Rahmen des "Eurokommunismus" Einfluss darauf.

Worin bestanden die jeweiligen kommunistischen Europa-Visionen? Welche Akteure waren daran beteiligt? Welche Rolle spielten schließlich die beiden sich gegenüberstehenden Bündnisse, die Warschauer Vertragsorganisation einerseits und die NATO bzw. die westeuropäischen Integrationsorgane andererseits? Der Vortrag verfolgt diese Fragen und zeichnet den Wandel kommunistischer Europa-Bilder im 20. Jahrhundert exemplarisch nach.

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