Veranstaltungen

14. Juli 2010 , 18:00 Uhr - 20:00 Uhr
Tagung / Seminar / Workshop

Feminismen und Diskurse extrem rechter Frauen – Anknüpfungen und Abgrenzungen

Programm:

Extreme Rechte heute.  Aktuelle Forschung zum Rechtsextremismus in Deutschland

mittwochs 18 bis 20 Uhr, Hörsaal J, Hauptgebäude Edmund–Siemers–Allee 1 19.05. – 14.07.2010

Die Parteien der extremen Rechten, etwa die NPD und DVU, haben bei den letzten Bundestagswahlen nur wenige Stimmen gewinnen können. Dies bedeutet allerdings nicht, dass sich die extreme Rechte auflöst – im Gegenteil. Schon länger suchen die Rechtsextremisten nach neuen Strategien, ihre Politik zu modernisieren und damit neue Anhänger zu mobilisieren. Auch gibt es deutliche regionale Unterschiede in Stärke und Erscheinungsform der extremen Rechten. Die Veranstaltungsreihe informiert in kritischer Absicht über aktuelle Tendenzen in diesem politischen Lager: über die Entwicklung in Norddeutschland, über Integrationsangebote der traditionell eher männerbündisch organisierten Rechten für Frauen und Mädchen, über rassistisches Denken im modernen Gewand oder über das Geschichtsbild des Rechtsextremismus.

 

19.05.2010

Extreme Rechte im Norden

Die extreme Rechte in Deutschland hat sich gewandelt; soziale Themen greifen NPD und Kameradschaften auf. Vor Ort bringen sie sich auch im Norden in den kommunalen Alltag ein. Es werden Strategien und Strukturen, mit Schwerpunkt auf Norddeutschland, aufgezeigt. Andreas Speit, Dipl.–Sozialökonom, freier Journalist

 

02.06.2010

Extrem rechte organisierte Mädchen und Frauen ab 1945 in (West– und Ost–) Deutschland

Thema des Vortrags sind Rechtsextremistinnen in Westdeutschland kurz nach 1945, geschichtsrevisionistische Veröffentlichungen und die Aktivitäten von NPD–Frauen in den 1970er Jahren sowie der „Boom“ extrem rechter Frauenaktivitäten ab den 1990er Jahren. Rena Kenzo, Autorin und Journalistin, Gründungsmitglied des „Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus“, Hamburg

 

16.06.2010

Geschichtsbilder und Geschichtspolitik am rechten Rand

Für rechtsextreme Akteure war Geschichte nach 1945 einerseits aufgrund der politisch–kulturellen Ächtung der NS–Zeit zum Problem geworden, andererseits spielten bestimmte Bilder deutscher Geschichte und ein spezifischer Umgang mit dieser Geschichte stets eine zentrale Rolle für die Selbstverständigung und die Abgrenzung nach außen. Dr. Harald Schmid, Historisches Seminar, Christian–Albrechts–Universität zu Kiel

 

30.06.2010

Wie „Rassen“ und „Nationen“ zur „Vielfalt der Kulturen“ werden

„Ethnopluralismus“ kann mittlerweile als zentrales ideologisches Verbindungsglied der gegenwärtigen europäischen Rechten betrachtet werden. Der Vortrag geht auf die Entwicklung des Konzepts ein und zeigt anhand von empirischen Fallbeispielen seine vermeintlich pluralistische Semantik sowie seine Anschlussfähigkeit an den Antisemitismus auf. Dr. Claudia Globisch, Institut für Soziologie, Universität Leipzig

 

14.07.2010

Feminismen und Diskurse extrem rechter Frauen – Anknüpfungen und Abgrenzungen

Für viele extrem rechte Frauen gelten „Feministinnen“ als Feindbild, umgekehrt ist den meisten Feministinnen eine klare Absage gegenüber der extremen Rechten selbstverständlich. Ein genauerer Blick zeigt, welche offenen und subtilen Anknüpfungspunkte es gibt und welche Diskursverschiebungen zu Annäherungen führen können. Prof. Dr. Renate Bitzan, Allgemeinwissenschaftliche Fakultät, Georg–Simon–Ohm– Hochschule Nürnberg, Gründungsmitglied des „Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus“

 

Koordination

PD Dr. Kirsten Heinsohn, Historisches Seminar, Universität Hamburg/ Dr. des. Claudia Kemper/ Sylvia Necker, M. A., Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg

 

Kontakt

Caludia Kemper

Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg

kemper@zeitgeschichte-hamburg.de

www.aww.uni-hamburg.de/extreme-rechte-heute.htm

Ort:

Universität Hamburg

Veranstalter:

Universität Hamburg, Arbeitsstelle für Wissenschaftliche Weiterbildung