Veranstaltungen

25. April 2010 , 11:00 Uhr
Gedenkveranstaltung

Gedenken der Opfer der nationalsozialistischen Wehrmachtsjustiz

Programm:

Am Höltigbaum in Rahlstedt gibt es seit einigen Jahren eine Tafel, die an die Verbrechen der nationalsozialistischen Wehrmachtsjustiz erinnert. Hier auf dem ehemaligen Schießstand des Standortübungsplatzes Höltigbaum wurden von 1940 bis kurz vor der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 junge Männer erschossen, die wegen „unerlaubten Entfernens von der Truppe”, „Fahnenflucht” oder „Feigheit vor dem Feind” zum Tode verurteilt worden waren.

Wie viele Menschen hier am Höltigbaum ihr Leben lassen mussten, liegt im Dunkeln. Erschreckend hoch ist die Zahl der Hinrichtungen noch in den letzten Kriegstagen: 43 im März und 42 im April 1945. Wie blindwütig die Wehrmachtsjustiz operierte, zeigt die hohe Gesamtzahl ihrer Opfer: 50.000 Todesurteile, von denen 30.000 vollstreckt wurden.

Erst sehr spät, im Mai 2002, wurden diese Urteile vom Deutschen Bundestag als unrechtmäßig erklärt und alle Wehrmachtsdeserteure rehabilitiert. Allerdings steht die  Rehabilitierung der wegen „Kriegsverrat” Verurteilten noch aus.

An dem vom Rahlstedter Kulturverein liebevoll gepflegten Gedenkort am Höltigbaum wollen wir der Opfer der nationalsozialistischen Wehrmachtsjustiz  gedenken.

Es  spricht:

Uwe Storjohann war von November 1944 bis zur Mitte Januar 1945 als Rekrut in der Nachrichtenausbildung in der nahe gelegenen Graf Goltz-Kaserne.

Anschließend Niederlegung von Kränzen und Blumen.

 

V.i.S.d.P.: Bertrand Wahls, Jean-Dolidier-Weg 75, 21039 Hamburg

Ort:

Rahlstedt, Sieker Landstraße / Ecke Neuer Höltigbaum

Veranstalter: