Veranstaltungen

9. November 2017 , 18:00 Uhr

Gedenkfeier mit Kranzniederlegung

Programm:

Zur Erinnerung an die Verbrechen während der Pogromnacht vom 9. November 1938 an der Oberhausener jüdischen Bevölkerung lädt die Stadt Oberhausen in Kooperation mit den jüdischen Gemeinden in Oberhausen und dem Theater der Stadt Oberhausen zu einer öffentlichen Gedenkfeier mit Kranzniederlegung ein:

 

Donnerstag, 9. November 2017, um 18.00 Uhr

 

am ehemaligen Standort der Synagoge,

 

Lassen Sie uns gemeinsam der Opfer gedenken und aus der Geschichte lernen, dass Rassismus keinen Platz in unserer Gesellschaft haben darf. Wenn Sie damit übereinstimmen, sind Sie herzlich zur Teilnahme eingeladen.

 

Ansprache

Daniel Schranz, Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen

 

Beiträge von Oberhausener Schülerinnen und Schülern

sowie des Theaters Oberhausen

 

 

 

Der Novemberpogrom 1938

Der nationalsozialistische Rassismus richtete sich vor allem gegen die jüdische Bevölkerung. Das Attentat eines polnischen Juden auf einen deutschen Botschaftsangehörigen in Paris wurde von den Nationalsozialisten als Vorwand genutzt, um in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 etwa 100 Juden zu ermorden, Hunderte von Synagogen in Brand zu stecken und Tausende jüdischer Geschäfte und Wohnungen zu demolieren. Anschließend wurden 30.000 deutsche jüdische Männer in Konzentrationslager verschleppt, darunter 25 Männer aus Oberhausen, die nach Dachau deportiert wurden.

Während der Pogromnacht wurde auch die Synagoge in Oberhausen in der Friedenstraße angezündet. Die städtische Feuerwehr war maßgeblich an der Brandlegung beteiligt. Die Synagoge brannte völlig aus und wurde später abgerissen.

Der nationalsozialistische Rassismus führte seit 1933 von der Ausgrenzung, Ausplünderung und Entrechtung der deutschen Juden über den Pogrom von 1938 zum systematischen Völkermord, dem etwa sechs Millionen europäische Juden zum Opfer fielen.

 

 

Die Gedenkhalle Oberhausen ist die älteste Gedenkstätte im Westen Deutschlands, die sich mit den Geschehnissen der Jahre 1933 bis 1945 befasst. Schon 1962 wurde hier eine erste Ausstellung eröffnet. 2010 wurde die Gedenkhalle von Grund auf modernisiert und mit einer neuen Dauerausstellung wiedereröffnet. Seitdem wird auf zeitgemäße Art und Weise, in erweitertem Umfang und großer Genauigkeit die Stadtgeschichte im Kontext der allgemeinen Geschehnisse dargestellt. Mit dem Thema „Zwangsarbeit im Ruhrgebiet“ ist ein thematischer Schwerpunkt gesetzt, der über die Stadtgrenzen hinaus von paradigmatischer Bedeutung ist, da Zwangsarbeiter im gesamten Ruhrgebiet eingesetzt wurden.

 

Besucheradresse: Gedenkhalle Oberhausen im Schloss Oberhausen | Konrad-Adenauer-Allee 46 | 46049 Oberhausen

Öffnungszeiten: Di bis So 11-18 Uhr, Mo geschlossen |Eintritt frei | www.gedenkhalle-oberhausen.de

 

Verwaltung: Informationszentrum Gedenkhalle/ Bunkermuseum (izgb) | Stadt Oberhausen | Am Kaisergarten 52 | 46042 Oberhausen

Telefon: 0208/6070531-0 | Email: info-gedenkhalle@oberhausen.de

info-gedenkhalle@oberhausen.de

 

Ort:

Friedenstraße 24, 46045 Oberhausen

Veranstalter: