Veranstaltungen

21. Oktober 2021 , 18:00 Uhr

„Geschichte dingfest, fälschungssicher machen“

Programm:

Im Museum für Hamburgische Geschichte begeht die KZ-Gedenk­stätte Neuengamme am 21. Oktober 2021 den 40. Jahrestag der Eröffnung der ersten Ausstellung am Ort des ehemaligen Konzentrationslagers Neuengamme.

Vor 40 Jahren, am 18. Oktober 1981, wurde am Rande des damals noch als Gefängnisstandort fungierenden einstigen Lagergeländes des KZ Neuengamme das "Dokumentenhaus Neuengamme" eröffnet. Die KZ‑Gedenkstätte Neuengamme wurde zunächst als Außenstelle dem Museum für Hamburgische Geschichte zugeordnet. Besucher*innen konnten sich erstmals vor Ort in einer Ausstellung über die Geschichte des Lagers informieren; Überlebende bekamen eine Anlaufstelle; eine rege Forschungs-, Vermittlungs- und Vernetzungstätigkeit begann.

Der Jahrestag der Eröffnung der ersten Ausstellung wird begangen mit einer Jubiläumsveranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Historische Museen Hamburg und dem ihr zugehörigen Museum für Hamburgische Geschichte. Das Programm des Abends beginnt mit Grußworten von Dr. Dorothee Stapelfeldt (Senatorin Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen) und Prof. Dr. Hans-Jörg Czech (Direktor und Vorstand Stiftung Historische Museen Hamburg). Es folgen filmische Impressionen vom damaligen "Dokumentenhaus". Dessen Bedeutung für die Entwicklung der Hamburger und norddeutschen Erinnerungskultur an die NS-Verbrechen wird in einem anschließenden Vortrag von Cornelia Siebeck skizziert. Im Rahmen eines Podiumsgesprächs kommen schließlich mit Prof. Dr. Ludwig Eiber, PD Dr. Hermann Kaienburg, Carmen Lange und Sigi Pach Zeitzeug*innen der Gründungsphase zu Wort. Mehr Informationen und Anmeldung für Interessent*innen an der Teilnahme über den online Veranstaltungskalender: https://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender/.

Dr. Oliver von Wrochem (Leiter KZ-Gedenkstätte Neuengamme): "Jahrzehntelang hatten Überlebende und ihre Angehörigen die Freie und Hansestadt Hamburg aufgefordert, das 1965 errichtete Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer des KZ Neuengamme durch historische Informationen zu ergänzen. Mit dem 1981 eröffneten 'Dokumentenhaus' wurde die Grundlage für eine lebendige, arbeitende Gedenkstätte am Ort des ehemaligen KZ Neuengamme geschaffen. Gerade auch vor dem Hintergrund des aktuellen Rechtsextremismus wollen wir daran erinnern, dass Gedenkstätten keine Selbstverständlichkeit sind, sondern mühsam erkämpft und verteidigt werden müssen."

Prof. Bettina Probst (Direktorin Museum für Hamburgische Geschichte): "Es ist uns ein großes Anliegen, das Engagement der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte sichtbarer zu machen. Als Museum für Hamburgische Geschichte möchten wir die Arbeit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme flankieren und als Kooperationspartner aktiv unterstützen. Gemeinsam treten wir Rechtsextremismus, Faschismus und Rassismus entschieden entgegen. Auch ist die KZ-Gedenkstätte Neuengamme für uns ein wichtiger Ansprechpartner im Rahmen der Neukonzeption unserer Dauerausstellung."

* Walter J. M. Bunsmann (1928-2017), Architekt des "Dokumentenhaus Neuengamme"

Anliegendes Foto: Die erste Ausstellung am Ort des ehemaligen KZ Neuengamme, das "Dokumentenhaus Neuengamme" 1981. Quelle: Archiv KZ-Gedenkstätte Neuengamme, F 1981-1007

Anmeldungen und Anfragen zu Gesprächspartner*innen für die Presse und Rückfragen der Medien:

Dr. Iris Groschek

Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen

Öffentlichkeitsarbeit / Public Relations / Social Media

Ort:

Museum für Hamburgische Geschichte, Holstenwall 24, 20355 Hamburg

Veranstalter:

KZ-Gedenkstätte Neuengamme