Veranstaltungen

14. September 2018 - 18. Dezember 2018
Fortbildung

Geschichte vor Ort - Praxisorientierte Fortbildung zur Begleitung von lokalen Jugendgeschichtsprojekten

Programm:

Geschichten gibt es wie Sand in der Märkischen Heide. Es gilt, sie zu entdecken, zu erforschen und zu sich in Beziehung zu setzen! Am besten gelingt dies zusammen mit Jugendlichen, die der Geschichte ihres Heimatortes während der Zeit des Nationalsozialismus, der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR auf die Spur kommen wollen. Denn so können im konkreten Lebensumfeld Bezüge zur Zeitgeschichte hergestellt und herausgestellt werden. Eine kompetente Begleitperson kann den jungen Menschen dabei helfen, Spuren zu entdecken, diese zu erforschen, auszuwerten und sie in die Geschichtsschreibung einzuordnen. Mit der Fortbildungsreihe qualifizieren wir Multiplikator_innen, die Gruppen im Prozess der lokalen Jugendgeschichtsarbeit begleiten. Die Teilnehmenden werden nach der Fortbildung auf grundlegende und vielfältige Kenntnisse und Kompetenzen in den Bereichen der historisch-politischen Bildung, der Jugend(sozial)arbeit, des forschenden Lernens sowie der Projektarbeit zurückgreifen können. Lernen am historischen Ort, methodisches Lernen und theoretischer Input werden miteinander verbunden.

Anmeldung
Veranstaltungsflyer

 

Arbeitsweise

 

 

 

Die Fortbildungsreihe ist auf die Vorstellung  praktischer Beispiele, das Erkunden historischer Orte und auf das eigene Ausprobieren ausgerichtet. Das Methodenrepertoire reicht von Inputs, Vorträgen, Expert_innengesprächen und Fachaustausch über Trainingseinheiten, Diskussionen, Reflexionen, kollegiale Beratung bis hin zu konkreten Arbeitsaufträgen, kreativen Übungen, gruppendynamischen Spielen, und Feedbackrunden.

 

 

Ablauf

 

 

 

I. Einführungsveranstaltung [14.09.2018, 10:00 bis 16:30 Uhr]
in Potsdam mit Besuch der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße
[# SBZ # pädagogische Haltung # Wege zur partizipativen Aneignung von Geschichte # Geschichtsdeutung] ausführliche Modulbeschreibung 

II. Partizipatives Erforschen und Erinnern [28.-29.9.2018] in Jamlitz mit Besuch der Dokumentationsstätte zum KZ-Außenlager „Lieberose“ und dem Sowjetischen Speziallager Jamlitz
[# NS und SBZ # Geschichtsbilder und Geschichtsbewusstsein # Gruppenphasen und Leitungsstile # Partizipation # Erinnerungsarbeit und Gemeinwesen # Kontroversen] ausführliche Modulbeschreibung

III. Erkunden und Gestalten mit allen Sinnen  [12.-13.10.2018] in Ravensbrück mit Besuch der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
[# NS # außerschulische historisch-politische Bildung # Konflikte in Jugendgruppen # Quellenkritik # Kulturelle Bildung # Beutelsbacher Konsens # Internationales Gedenken] ausführliche Modulbeschreibung

IV. Geschichte in Beziehungen setzen [23.-24.11.2018] in Flecken Zechlin mit Besuch der Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald
[# NS # Formen von Ausgrenzung, Unterdrückung und Verfolgung # Diversity und Inklusion # Opfergruppen # Konzept der lokalen Jugendgeschichtsarbeit  # Motivation in der Gruppe # Oral History] ausführliche Modulbeschreibung

V. Begegnungen ermöglichen – von der Zeit zeugen[7.-8.12.2018] in Frankfurt (Oder) mit Besuch der Gedenk- und Dokumentationsstätte „Opfer politischer Gewaltherrschaft“
[# DDR # historische Vergleiche # Archivarbeit # Menschenrechte # Zeitzeugeninterviews  # Präsentationsformen # Öffentlichkeitsarbeit # Reflexion] ausführliche Modulbeschreibung

 

 

Zielgruppe

 

 

 

Diese Fortbildung richtet sich an alle, die leidenschaftlich gern mit Jugendlichen historische Begebenheiten erforschen oder dies zukünftig tun werden. Insbesondere sind angesprochen:

  • Jugendgruppenleiter_innen, die sich ein neues Themenfeld erarbeiten und vertiefen wollen;
  • Mitarbeiter_innen, die in sozial(pädagogischen) Bereich tätig sind;
  • Freiwilligendienstleistende, die eine Jugendgruppe in ihrer Einsatzeinrichtung begleiten möchten;
  • Student_innen, die sich neben dem Studium in Jugendgeschichtsprojekten engagieren möchten;
  • Kulturschaffende, die mit Jugendlichen in historischen Projekten arbeiten;
  • Ortschronist_innen und Heimatvereins­mitglieder, die zwar das historische Wissen mitbringen, sich in der pädagogischen Begleitung von Jugendlichen aber noch das entsprechende Handwerkszeug aneignen möchten;
  • Museumsmitarbeiter_innen, die dauerhafte Arbeitsgemeinschaften zur Erforschung zeitgeschichtlicher Heimatgeschichte in ihrer Einrichtung etablieren möchten;
  • Lehrer_innen und Referendar_innen, die ihren Unterricht für lokale Jugendgeschichtsarbeit öffnen möchten;
  • Sie, wenn Sie Interesse für Geschichte und einen Draht zu jungen Menschen haben.

 

 

 

Team

 

 

 

Hannah Maria Liedtke, Erziehungswissenschaftlerin, pädagogische Fachberaterin für historisch-politische Bildung, führt seit 2002 Schulungen für Jugendgruppenleiter_innen auch im internationalen Kontext durch.

Sandra Brenner
Hana Hlásková
In den Gedenkstätten/Bildungseinrichtungen wird die Fortbildung vom dortigen Fachpersonal unterstützt und bereichert.

 

 

Preis und Anmeldung

 

 

 

 

 

 

Organisatorisches

 

 

 

Die Einführungsveranstaltung findet von 10:00 Uhr -16:30 Uhr statt. Die Veranstaltungszeiten der Module sind:

  • Freitag 10:30 Uhr bis 21:00 Uhr und
  • Samstag 9:00 bis 16:00 Uhr.

Die Teilnahme an der Einführungsveranstaltung und mind. drei Modulen ist Voraussetzung für den Erhalt eines Zertifikats. Die einzelnen Module werden als Lehrer_innenfortbildungen beantragt. Die Anerkennung als Bildungsurlaub wird ebenfalls beantragt. Die Module sind als Seminar zur Verlängerung der JuLeiCa anerkannt. Eine Veranstaltung des Zeitwerk in Kooperation mit der LAKD.

Ihre Ansprechparterinnen sind:

Zeitwerk
Beratungsstelle für lokale Geschichtsarbeit
beim Landesjugendring Brandenburg e.V.
Sandra Brenner
Breite Straße 7a, 14467 Potsdam
Telefon: 0331/ 620 75 39
Mail: sandra.brenner@ljr-brandenburg.de

Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung  der Folgen der kommunistischen Diktatur
Hana Hlásková
Hegelallee 3, 14467 Potsdam
Telefon: 0331 / 23 72 92-0
Mail: hana.hlaskova@lakd.brandenburg.de
Internet: www.aufarbeitung.brandenburg.de

Die Veranstaltung wird von der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Brandenburg gefördert.

 

Ort:

verschiedene Orte in Brandenburg

Veranstalter:

Landesjugendring Brandenburg e.V.