Veranstaltungen

17. Dezember 2021
Ausstellung

Hass: Was uns bewegt

Programm:

Gier. Hass. Liebe. Eine Trilogie

Hass. Was uns bewegt

Große Sonderausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg: 17. Dezember 2021 bis 24. Juli 2022
Der zweite Teil der Ausstellungstrilogie Gier.Hass.Liebe.

Hetze und Drohungen werden mörderische Realität. Die Mehrheit nimmt Minderheiten Rechte und Würde. Lebende und Tote werden von Menschen zu Objekten.

Hass! Er speist sich aus Angst, Neid und Verachtung in einer Gesellschaft. Er richtet sich gegen das, was fremd erscheint, und das, was ganz nahe liegt. Hass gehörte und gehört zum Alltag. Er äußert sich in Rassismus und Sexismus. Er richtet sich gegen "Ungläubige" und gegen "das System".

Viele Formen des Hasses begleiten uns durch die Geschichte. Als die Revolutionäre von 1848 mehr Rechte für die Bürger einforderten, entlud sich in der Zeit der Unruhe auch Hass: Jüdische Gemeinden erhielten Drohbriefe - es gab insgesamt 180 antisemitische Angriffe. 2019 riss ein Mann einem gläubigen Juden in Freiburg die Kippa vom Kopf und warf sie in den Müll.

Der rechtsextreme Mord an dem demokratischen Politiker Matthias Erzberger ist vor 100 Jahren geschehen. Angesichts des Mordes an Walter Lübcke 2019 bleibt der Fall erschreckend aktuell. Scherben, Lieder und Bilder zeugen von der jahrhundertelangen "Erbfeindschaft" zu Frankreich. Ihr Ende nach 1945 macht deutlich, dass Hass überwunden werden kann.

Die Ausstellung zeigt rund 200 Hass-Objekte aus 200 Jahren. Doch sie lässt die Besucher*innen nicht mit der zerstörerischen Emotion alleine. Sie zeigt auch Wege aus dem Hass. Und sie bietet einen Raum, sich persönlich mit Hass auseinanderzusetzen. Denn es werden viele Fragen offenbleiben: Wie können wir mit bedrohlichem Hass umgehen? Darf Hass eine Antwort auf Hass sein? Und gibt es sogar einen guten Hass - etwa wenn er sich gegen Unterdrücker richtet?

Ort:

Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Konrad-Adenauer-Straße 16, 70173 Stuttgart

Veranstalter:

Haus der Geschichte Baden-Württemberg