Veranstaltungen

16. Februar 2017 , 19:00 Uhr
Gespräch

Hitler ins Wort fallen. Die kritische Edition von "Mein Kampf"

Programm:

Mit Dr. Thomas Vordermayer (München)

Mehr als 12 Millionen Mal wurde Hitlers Propagandaschrift „Mein Kampf“ bis 1945 gedruckt und unters Volk gebracht. Erstmals, gut 70 Jahre nach dem Tod Hitlers, veröffentlicht das Institut für Zeitgeschichte eine kommentierte Gesamtausgabe dieses berüchtigten Buches. Im Zentrum der kritischen Kommentierung stehen die Dekonstruktion und die Kontextualisierung von Hitlers Schrift: Wie entstanden seine Thesen? Welche Folgen hatten seine Ankündigungen nach 1933? Und vor allem: Was lässt sich mit dem Stand unseres heutigen Wissens Hitlers unzähligen Behauptungen, Lügen und Absichtserklärungen entgegensetzen?

Dies ist nicht nur eine historiografische Aufgabe. Angesichts des hohen Symbolwerts, den Hitlers Buch noch immer hat, ist die Entmystifizierung von „Mein Kampf“ auch ein Beitrag zur historisch-politischen Aufklärung.

Dr. Thomas Vordermayer war von 2012 bis 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte in München - Berlin und Mitherausgeber der kritischen Edition. Seit 2015 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Die FAZ fragt: "Neuauflage von 'Mein Kampf': Ist Hitler nun erledigt?"

Die Washington Post meint: „Hitler’s racist manifesto is a bestseller in Germany now. That's actually good news.”

In Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Münster – Jugendforum, dem Evangelischen Forum Münster e.V., Gegen Vergessen – Für Demokratie Regionalgruppe Münsterland e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

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