Veranstaltungen

13. Juni 2016 , 19:30 Uhr
Vortrag

Ideologie und Gewissen in der Biografie von Rudolf Höß, Kommandant von Auschwitz

Programm:

„Auschwitz in den Augen der SS“ heißt eine von Danuta Czech u. a. herausgegebene Dokumentation der „staatlichen Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau“. Die Dimension und Perversion des Massenmordes soll in den Schilderungen der Täter deutlich werden, vor allem des Kommandanten der Jahre 1940 bis 1943, Rudolf Höß, der seine 1963 erstmals in Deutschland publizierten autobiographischen Aufzeichnungen im polnischen Gefängnis
unter dem Titel „Meine Psyche. Werden, Leben und Erleben“ verfaßt hat.
Der Referent Dr. Manfred Deselaers, Priester des Bistums Aachen und seit 1990 in Auschwitz (Oswiecim), hat sich intensiv mit den Zeugnissen des Massenmörders Höß auseinandergesetzt. Vor dem Hintergrund von Höß‘ Aussagebereitschaft und teilweise erstaunlichen „Bekehrung“ stellt er die „Frage nach dessen Verantwortung vor Gott und den Menschen“ unter religionsphilosophischem und ethischem Aspekt. Er hat sich anhand der Quellentexte ausführlich mit der historischen Biographie von Rudolf Höß auseinandergesetzt, und sich um eine anthropologisch-theologische Analyse derselben bemüht. Gewidmet ist das erschütternde Werk den Opfern von Auschwitz.
Deselaers möchte nicht „die Wahrheit über Höß“ darlegen, noch eine  „psychologische Analyse“. Fundamentaltheologisch will er Glaube und Kirche vor Verdrängungen bewahren und die Frage nach der Möglichkeit von Liebe angesichts des Bösen stellen.

„Und Sie hatten nie Gewissenbisse?“ Die Biographie von Rudolf Höß, Kommandant von Auschwitz, und die Frage nach seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen.

geoportal.bayern.de/bayernatlas/


(Bus 726 ab Dachau Bahnhof 19.01 Uhr oder 19.21 bis Haltestelle J.-F.-Kennedy-Platz, dann 390 m Fußweg)

Ort:

Max Mannheimer Studienzentrum Dachau

Veranstalter: