Veranstaltungen

12. März 2018
Gespräch 1 permanent

Illegal, asozial, scheißegal? Anerkennung von sogenannten Asozialen und Berufsverbrechern als Opfer des Nationalsozialismus

Programm:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,


wir laden Sie herzlich ein zum Fachgespräch:

Illegal, asozial, scheißegal?

Anerkennung von sogenannten Asozialen und Berufsverbrechern als Opfer des Nationalsozialismus

12. März 2018, 17.00 – 19.00 Uhr

Reichstagsgebäude, Fraktionsebene

 

u. a. mit: Erhard Grundl, Sprecher für Kulturpolitik, Prof. Dr. Frank Nonnenmacher, Goethe-Universität Frankfurt/Main, Dr. Dagmar Lieske, Freie Universität Berlin, Tucké Royale, Zentralrat der Asozialen in Deutschland, Dr. Jörg Skriebeleit, Gedenkstätte Flossenbürg, Arbeitsgemeinschaft der KZ-Gedenkstätten in Deutschland und Kirsten Kappert-Gonther MdB, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien

Zwischen 1933 und 1945 wurden mehrere zehntausende Menschen als „Asoziale“ oder „Berufsverbrecher“ diskriminiert und in Konzentrationslagern interniert. In der deutschen Erinnerungskultur spielen sie bis heute keine Rolle, nach wie vor sind sie nicht als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt. Die Gründe hierfür sind vielfältig, u.a. wurde das an ihnen begangene Unrecht nicht als spezifisch nationalsozialistisch angesehen. Aber niemand kam „zu Recht“ in ein KZ. 

In letzter Zeit ist Bewegung in die Debatte gekommen. Wissenschaftliche Publikationen haben sich dem Thema gewidmet. Kürzlich erst haben sich WissenschaftlerInnen und VertreterInnen von KZ-Gedenkstätten mit einem Appell an Mitglieder des Deutschen Bundestages gewandt, in dem sie einen Beschluss des Parlaments zur Anerkennung der Opfergruppen fordern. Wir als grüne Bundestagsfraktion wollen dies aufgreifen und die Debatte weiter voranbringen. Diese hat auch eine aktuelle Dimension: Bis heute ist „asozial“ ein Schimpfwort, Obdachlose und Menschen, die in Armut leben, werden auch heute Opfer von Diffamierungen, Diskriminierungen und körperlichen Angriffen.

In einem öffentlichen Fachgespräch wollen wir vor allem die Frage diskutieren, wie eine angemessene Anerkennung durch den Deutschen Bundestag aussehen könnte und wie sich diese in der offiziellen Erinnerungskultur und im Gedenkstättenkonzept der Bundesregierung niederschlagen sollte.

Auch Sie sind herzlich eingeladen, an der Diskussion teilzunehmen. Wir freuen uns auf Sie!

Programm und weitere Informationen zum Fachgespräch finden Sie hier. Die Online-Anmeldung ist bis zum 07. März 2018 möglich. Gerne können Sie diese Einladung über Ihre Kanäle an Interessierte weiterleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Arbeitskreis Wissen und Generationen

Platz der Republik 1 | 11011 Berlin
TEL 030/227 51066 | FAX 030/227 56058
ak5@gruene-bundestag.de

Ort:

Berlin

Veranstalter:

Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion