Veranstaltungen

21. Januar 2011 , 11:00 Uhr - 11. Februar 2011 - 00:00 Uhr
Ausstellung

Im Fokus: Das KZ Neuengamme und der Ort danach

Programm:

Ausstellung

 

Im Fokus: Das KZ Neuengamme

und der Ort danach

 

Bilddokumente des Lagers und der Gedenkstätte

 

 

 

Freitag, 21. Januar bis Freitag, 11. Februar 2011

im Hamburger Rathaus

 

Eine Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Zusammenarbeit mit Ute Wrocklage und  
mit Unterstützung der Hamburgischen Bürgerschaft

 

Bilder waren für die Nationalsozialisten ein wichtiges Mittel der Selbstdarstellung und zur ideologischen Beeinflussung. Gezielt wurden Fotografie und illustrierte Presse eingesetzt, um mit einem einfachen und einprägsamen Bildrepertoire die Menschen anzusprechen. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten informierte die Presse bereits ab Frühjahr 1933 in Wort und Bild auch über die Konzentrationslager. Den kursierenden Erzählungen und Gerüchten sollte in offiziellen Bildberichten aus der Sicht der Machthaber die »fotografische Wirklichkeit« entgegengestellt werden.

 

Während des Krieges wurden von SS-Fotografen im Auftrag verschiedener SS-Ämter Fotos zur internen Dokumentation erstellt. Das KZ Neuengamme erscheint in diesen Fotografien überwiegend als Arbeitsort. Die Lebensbedingungen der Häftlinge werden nicht gezeigt. Das Interesse der SS galt vielmehr der Dokumentation des Lagerauf- und -ausbaus und der »Produktivität« der Kommandos und Betriebe. Diese Aufnahmen waren nicht für eine Veröffentlichung vorgesehen.

 

Seit 1981 hat die KZ-Gedenkstätte Neuengamme mehrere Hundert solcher Fotografien erhalten. Ein Teil stammt auch aus privaten Nachlässen von SS-Angehörigen.

Für die visuelle Vermittlung der Geschichte der Konzentrationslager bedeutet dies, dass vor allem SS-Fotos verwendet werden.

Wird der Entstehungszusammenhang dieser Bilder jedoch in die Betrachtung einbezogen, kann mit ihnen als wichtige Geschichtsquelle eine Vielzahl von Informationen vermittelt werden.

 

Mit der Befreiung des KZ Neuengamme begann die Herausbildung eines Bestandes visueller Erinnerungen. Erst die fotografische Spurensuche der britischen Ermittler nach Kriegsende, und die überlieferten Häftlingszeichnungen machten das Lagergelände als ein Ort von Verbrechen »sichtbar«. Bestimmte Bereiche und Überreste des KZ Neuengamme wurden von britischen Soldaten und ehemaligen Häftlingen immer wieder aufgenommen.

Einige der Fotos entwickelten sich gewissermaßen zu Symbolbildern.

 

Diese Ausstellung bietet nicht nur einen Einblick in die umfangreiche Fotosammlung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und ihre Überlieferungsgeschichte, sie bildet anhand später entstandener Fotografien auch die wechselvolle Geschichte des Ortes vom Konzentrationslager über das britische Internierungslager und die Justizvollzugsanstalten bis hin zur Entwicklung der KZ-Gedenkstätte ab.

 

 

 

Die Eröffnung der Ausstellung am 21. Januar 2011 um 11.00 Uhr im Hamburger Rathaus wird der Präsident der Hamburgischen Bürgerschaft vornehmen.

Die Ausstellung wird von verschiedenen Veranstaltungen begleitet, die im Rathaus und in der Rathaus-Passage stattfinden.

Die Einzelheiten können Sie der Anlage entnehmen.

 

 

Für Rückfragen:
Karin Schawe, Tel.:  040 - 4 28 131 5 36
karin.schawe@bkm.hamburg.de

 

 

Öffnungszeiten der Ausstellung:

Freitag, 21. Januar, bis Freitag, 11. Februar 2011

Montag bis Freitag: 10.00–18.00 Uhr

Samstag und Sonntag 10.00–13.00 Uhr

 

Ort:

Veranstalter: