Veranstaltungen

29. September 2020 , 18:30 Uhr - 21:00 Uhr
Buchpräsentation

„Im Gespräch“ mit Falk Bersch über die Verfolgung und Inhaftierung von Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus und in der DDR

Programm:

Am Dienstag, 29. September 2020, um 18.30 Uhr wird die Veranstaltungsreihe "Im Gespräch - über den Strafvollzug gestern und heute" der Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden nach einer Corona-bedingten Unterbrechung fortgesetzt. Den Auftakt macht Falk Bersch, der sein 2017 erschienenes Buch "Aberkannt! Die Verfolgung von Jehovas Zeugen im Nationalsozialismus und in der der SBZ/DDR" vorstellen wird.

Die Zeugen Jehovas wurden während des Nationalsozialismus als sogenannte "Bibelforscher" verfolgt, in Gefängnisse und Konzentrationslager eingesperrt und nicht selten getötet. Auch das Zuchthaus Brandenburg-Görden war Schauplatz dieser Morde: Während des Zweiten Weltkriegs ließ die NS-Justiz dort 127 Zeugen Jehovas wegen Kriegsdienstverweigerung mit der Guillotine hinrichten. Trotzdem galten sie in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR als Staatsfeinde und waren Repressionen bis hin zu Verhaftungen ausgesetzt. Auch nach 1945 waren Mitglieder der religiösen Gemeinschaft in der Strafanstalt Brandenburg-Görden inhaftiert.

Falk Bersch, selbst Zeuge Jehovas, betreibt zeitgeschichtliche Forschungen zu gesellschaftlichen und religiösen Minderheiten. Er war an der Erarbeitung von Ausstellungen, Filmen und Fernsehbeiträgen beteiligt und ist Autor zahlreicher Aufsätze sowie zweier Bücher zu Verfolgten des Nationalsozialismus und in der DDR.

Aufgrund der aktuell geltenden Hygieneregeln kann die Veranstaltung nur mit begrenzter Teilnehmerzahl stattfinden. Um Anmeldung wird deshalb gebeten.

Tel.: 03381 / 79 35-112 oder -113

E-Mail: anmeldung-brb@stiftung-bg.de

 

Information: www.brandenburg-zuchthaus-sbg.de

 

Ort:

Medizinische Hochschule Brandenburg, Campus Brandenburg an der Havel Nicolaiplatz 19, 14770 Brandenburg an der Havel

Veranstalter:

Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden