Veranstaltungen

4. Juli 2015 , 20:00 Uhr
Bühne

"Im Land der Gottlosen - Tagebuch und Briefe aus der Haft 1944/45 von Helmuth James von Moltke"

Programm:

Die Aufführung war schon einige Male in Berlin sehr erfolgreich zu sehen, so mehrfach in der "Topographie des Terrors", in der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum und in der Christuskirche Dahlem.

 

Diese Aufführung benutzt ausschließlich Originaldokumente:

Auszüge aus dem Tagebuch aus der Haft 1944/45, Briefe an Freya von Moltke aus der Haft, einen Brief von Freya von Moltke an Helmuth James von Moltke.

Helmuth James von Moltke war führender Kopf des „Kreisauer Kreises“, einer Widerstandsgruppe, die sich vor allem der Entwicklung von Zukunftsperspektiven für ein Deutschland nach dem Ende des Faschismus widmete. In der Haft vertiefte Moltke seine Beziehung zum Christentum. Die Aufführung ist somit auch Dokument eines theologisch fundierten unbeugsamen geistigen Widerstands gegen die Unmenschlichkeit.

Die konkrete Spielsituation ist Moltkes Haft in den Gefängniszellen von Berlin und Ravensbrück. Freya von Moltke ist fern und doch anwesend.

Die Ausstattung ist der Kargheit einer Gefängniszelle angemessen und rückt den Abend in einen geistigen Raum, der doch immer einer unwirtlichen äußeren Situation abgerungen werden muss.

„Ich bin nun den vierten Sonntag hier und habe noch keine Kirchenglocke gehört. Die Sonntagsgeräusche unterscheiden sich von den Alltagsgeräuschen dadurch, dass das Hundegebell noch anhaltender ist und die Marschlieder den ganzen Vormittag füllen… Man fühlt sich so durchaus im Land der Gottlosen. Ich habe nie gedacht, dass das so spürbar wäre.“

     H. J. von Moltke, Konzentrationslager Ravensbrück, 28.2. 1944

 

Gespielt und szenisch eingerichtet von Jürgen Larys und Susanne Hocke

artENSEMBLE THEATER, Bochum

Wissenschaftliche Beratung: Prof. Günter Brakelmann

 

„Berührt und betroffen von dem Moltke-Endspiel des Paars Hocke Larys.“                                                                                              (Prof. Dr. Adolf Muschg, Schriftsteller und Literaturwissenschaftler)                                                    

 

„Ganz großartig! Die Aufführung macht tief betroffen und nachdenklich. Sie war ganz dicht, nimmt einem manchmal den Atem. Wichtig!”                                            

(Gertrud Lammert, Gattin des Bundestagspräsidenten)                                                                

Ort:

Zionskirche, Zionskirchplatz, 10119 Berlin

Veranstalter:

artENSEMBLE THEATER, Bochum