Veranstaltungen

14. August 2012 , 19:00 Uhr
Vortrag Diskussion

In Erinnerung an Dr. Franz Freiherr von Hammerstein (6. Juni 1921 – 15. August 2011) I

Programm:

Verfolgung und Terror nach dem 20. Juli 1944

Grußwort:
Rainer Ohliger, Geschäftsführer von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V., Berlin
Vortrag:
Prof. Dr. Johannes Tuchel, Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand; Lehre am Fachbereich für Holocaust Studien des Touro College Berlin
Moderation:
Prof. Dr. Andreas Nachama, Geschäftsführender Direktor der Stiftung Topographie des Terrors

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin

Franz von Hammerstein, als Sohn des späteren Chefs der Heeresleitung Kurt Freiherr von Hammerstein-Equord und dessen Frau Maria, geb. von Lüttwitz, geboren, wurde 1937 durch Pastor Martin Niemöller konfirmiert. Er absolvierte eine kaufmännische Lehre und arbeitete bei Krupp. 1944 wurde er wegen der Beteiligung seiner Brüder Kunrat und Ludwig am Umsturzversuch des 20. Juli von der Gestapo in „Sippenhaft” genommen und später in die Konzentrationslager Buchenwald und Dachau verschleppt.
Nach dem Krieg studierte Franz von Hammerstein evangelische Theologie, zunächst in Bethel, dann in den USA, wo er gemeinsam mit seiner Frau Verena, geb. Rordorf, auch als Austauschpfarrer tätig war. 1958 war er Mitgründer der „Aktion Sühnezeichen” und von 1966 bis 1975 deren Generalsekretär. Beim Weltkirchenrat in Genf war er von 1976 bis 1978 für den christlich-jüdischen Dialog tätig und anschließend bis 1986 Direktor der Evangelischen Akademie Berlin (West). Auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand blieb er vielfältig aktiv, engagierte sich als Sprecher des Kuratoriums von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, als Vorsitzender des Vorstands der Stiftung West-Östliche Begegnungen, in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, der Stiftung Topographie des Terrors und im Friedens-zentrum Martin-Niemöller-Haus. 2001 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

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