Veranstaltungen

30. September 2015 - 2. Oktober 2015
Konferenz

Internationale EDV-Konferenz in der KZ-Gedenkstätte in Osthofen

Programm:

Internationale EDV-Konferenz in der KZ-Gedenkstätte in Osthofen

 

Workshop der EDV-Fachleute aus der internationalen Gedenkarbeitsszene vom 30. September - 2. Oktober in KZ-Gedenkstätten Hinzert und Osthofen

 

Seit über 20 Jahren treffen sich EDV-Expertinnen und Experten der KZ-Gedenkstätten und Museen aus Europa und der ganzen Welt regelmäßig. Sie stellen ihre Projekte bei der Rekonstruktion der Häftlingsgesellschaft der jeweiligen Konzentrationslager vor und beraten gemeinsame Projekte.

 

Dieses Jahr ist die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz vom 30. September - 2. Oktober 2015 Gastgeberin für Fachleute u.a der KZ-Gedenkstätten Auschwitz, Bergen-Belsen, Dachau, Flossenbürg, Natzweiler-Struthof, Neuengamme, der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem sowie vom Bundesarchiv Koblenz und Landesarchiv in Speyer.

 

Am Mittwoch, 30. September 2015 startet das Treffen mit dem Besuch der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert von 14-17 Uhr. Am Donnerstag, 1. Oktober 2015 beginnt der Workshop dann um 9.30 Uhr im NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz / Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38). Die Expertinnen und Experten beraten, wie Datenbanken der verschiedenen Gedenkstätten miteinander vernetzt werden können und wie Recherche-Informationen per Internet zur Verfügung gestellt werden können. Durch die Vernetzung der Gedenkstätten konnten in den letzten Jahren schon viele Schicksale geklärt und bisher unbekannte Quellen erschlossen werden.

 

Vorstellung von Datenbankprojekten

Die rheinland-pfälzischen Gedenkstätten SS-Sonderlager/KZ Hinzert und KZ Osthofen stellen im Rahmen des Workshops auch ihre Datenbanken vor. Die wichtigsten sind die Häftlingsdatenbanken zum SS-Sonderlager/KZ Hinzert und dem KZ Osthofen. Der Plan, diese mit denjenigen andere Gedenkstätten in Beziehung zu setzen und im Internet bereit zu stellen, ist vorhanden, doch noch nicht verwirklicht. Ungelöst ist bisher, wie archiv- und datenschutzrechtliche Belange sowie ein zuverlässiger und transparenter Herkunftsnachweis zur jeweils die Information liefernden Einzeldatenbank machbar sind.

 

Das Gemeinschaftsprojekt der deutschen Gedenkstätten zur "Digitalisierung der Häftlingskartei des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes" steht jetzt allen KZ-Gedenkstätten und weiteren beteiligten Institutionen zur Verfügung. Es vereint etwa 200.000 Karteikarten aus dem Zeitraum zwischen Ende 1944 und Anfang 1945 des damals in Oranienburg ansässigen Amtes. Diesem war das gesamte Konzentrationslagerwesen unterstellt. Die Daten, meist handschriftlich ausgefüllte Karten, wurden durch Abgleich aller Häftlingsdatenbanken, darunter die der Gedenkstätte in Auschwitz und des Internationalen Suchdienstes in Bad Arolsen, rekonstruiert. Der rheinland-pfälzische Beitrag war die Identifikation von Angaben und Namen zu 64 Häftlingen des SS-Sonderlagers/ KZ Hinzert.

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