Veranstaltungen

20. Januar 2016 , 18:00 Uhr
Ausstellungseröffnung Film

„Kindheit hinter Stacheldraht“- Ausstellungseröffnung und Preview des Films „Geboren hinter Gittern“

Programm:

„Kindheit hinter Stacheldraht“- Ausstellungseröffnung und Preview des Films „Geboren hinter Gittern“ in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

 

Die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam lädt alle Interessierten am Mittwoch, 20. Januar 2016, um 18 Uhr herzlich zur Eröffnung der Sonderausstellung „Kindheit hinter Stacheldraht“ ein. Anschließend wird der Film „Geboren hinter Gittern“ vor der Ausstrahlung im RBB-Fernsehen erstmals gezeigt. Zu Gast sind die Zeitzeugen Alexander Latotzky und Annemarie Link sowie der Regisseur Hans-Dieter Rutsch.

 

Alexander Latotzky ist Kurator der Ausstellung. Sie präsentiert 13 Schicksale von Kindern, die in einem sowjetischen Speziallager geboren worden sind. Er selbst kam 1948 im Speziallager Bautzen zur Welt. Seine Mutter wurde 1945 wegen angeblicher Spionage verhaftet und zu 15 Jahren Lagerhaft verurteilt. Nach der Auflösung der Lager überstellte der sowjetische Geheimdienst viele der weiblichen Gefangenen in das DDR-Frauengefängnis Hoheneck. Ihre Kinder wurden ihnen weggenommen. Sie mussten in verschiedenen Heimen aufwachsen.

 

Ein ähnliches Schicksal erlebte auch Annemarie Link. Ihre Mutter starb nach der Entbindung im Speziallager Sachsenhausen. Danach wurde sie von einer Mitgefangenen aufgezogen, die vorher im Gefängnis Leistikowstraße inhaftiert gewesen war. Aber auch sie musste einen Teil ihrer Kindheit in einem Heim in der Nähe von Leipzig verleben.

 

Der Potsdamer Filmemacher Hans-Dieter Rutsch hat seit Jahren nicht nur Alexander Latotzky und Annemarie Link auf dem Weg zurück in ihre eigene Geschichte mit der Kamera begleitet, sondern auch andere, die ihr Schicksal teilen. Dabei ist ein eindrucksvoller und bewegender Film entstanden, der erstmals in der Gedenkstätte Leistikowstraße zur Aufführung kommt. Das anschließende Gespräch wird von Gedenkstättenleiterin Dr. Ines Reich moderiert.

 

 

Mittwoch, 20. Januar 2016, 18 Uhr

Ausstellungseröffnung „Kindheit hinter Stacheldraht“

Eine Wanderausstellung von Alexander Latotzky, gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Begrüßung: Dr. Ines Reich, Leiterin der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

Einführung in die Ausstellung: Alexander Latotzky, Kurator und Zeitzeuge

Grußworte: Annemarie Link, Zeitzeugin

 

Geboren hinter Gittern. Kinderschicksale in der Nachkriegszeit

Dokumentarfilm von Hans-Dieter Rutsch, Havel-Film Babelsberg im Auftrag des RBB, gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

anschließend: Dr. Ines Reich im Gespräch mit Annemarie Link, Alexander Latotzky und Hans-Dieter Rutsch

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

 

Die Sonderausstellung ist vom 21. Januar bis 5. Juni 2016 in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam zu sehen (Di - So 14 - 18 Uhr).

 

 

Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

in der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Leistikowstraße 1, 14469 Potsdam

 

Information: www.gedenkstaette-leistikowstrasse.de

Ort:

Veranstalter: