Veranstaltungen

12. September 2015
Gedenkveranstaltung

Kolpingwerk feiert 20 Jahre Engagement in der Gedenkstätte Ravensbrück

Programm:

Kolpingwerk feiert 20 Jahre Engagement in der Gedenkstätte Ravensbrück

 

Vor exakt 20 Jahren unterstützten erstmals junge Mitglieder des Kolpingwerks Diözesanverband Berlin die Gedenkstätte Ravensbrück durch einen Arbeitseinsatz: 1995 trugen sie mit dazu bei, eines der ehemaligen Wohnhäuser der SS-Aufseherinnen, das künftige Haus der Lagergemeinschaft, zu beräumen. Beständig engagieren sich seitdem Menschen verschiedener Generation durch Kolping ehrenamtlich in der Gedenkstätte Ravensbrück. An diesem Wochenende wird abermals ein Workcamp der Kolping-Jugend in der Gedenkstätte stattfinden. Von Freitag bis Sonntag werden ca. 30 Jugendliche und junge Erwachsene, darunter auch Jugendliche aus dem Kosovo, im südlichen Bereich des ehemaligen Häftlingslagers Pflegearbeiten durchführen, während ältere Teilnehmende im Archiv Quellen erschließen und verschlagworten.

 

Anlässlich des 20-jährigen Engagements in Ravensbrück veranstaltet die Kolpingjugend im Diözesanverband Berlin gemeinsam mit dem Kolpingwerk im Diözesanverband Berlin am Samstag, 12. September 2015, eine Jubiläumsveranstaltung in der Gedenkstätte Ravensbrück. In der Zeit von 11 Uhr bis etwa 19 Uhr werden Führungen, Mitmachangebote im Gelände und Archiv, eine eigene Ausstellung zum Engagement und die Vorführung eines eigen produzierten Dokumentarfilmes angeboten. Ein Höhepunkt des Tages wird ein Gespräch mit den beiden Zeitzeuginnen Charlotte Kroll und Ilse Heinrich sein, die selbst in Ravensbrück inhaftiert waren. Der Tag endet mit einem Gottesdienst und einer Gedenkfeier mit dem Generalpräses des internationalen Kolpingwerkes Monsignore Ottmar Dillenburg und weiteren Priestern. Angekündigt haben sich auch der Bürgermeister der Stadt Fürstenberg/Havel, Robert Philipp, und der Dekan des Dekanats Oranienburg, Pfarrer Michael Ritschel. An diesem Tag werden sich Menschen verschiedener Generationen beteiligen. Auch Helfende von 1995 und 1996 werden sich nach vielen Jahren wieder einmal auf den Weg nach Ravensbrück machen.

 

Die Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Dr. Insa Eschebach, sagt zum Engagement von Kolping: „Ich kenne keine andere Gruppe, die sich mit so einer Kontinuität und Zuverlässigkeit für diesen Ort engagiert. Das ist schon eine große Besonderheit.“ Der Präsident des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Norbert Lammert, schreibt in seinem Grußwort zum Jubiläum: „Das Besondere an dieser gelebten Gedenkkultur ist die Vielfalt der Aufgaben, die in der Mahn- und Gedenkstätte bei Arbeitseinsätzen und internationalen Workcamps erfüllt werden – mit nachhaltig wirkenden Ergebnissen. „Kolping“ ist dadurch längst ein fester Bestandteil der Gedenkstätte! Und was mich besonders freut, ist der generationsübergreifende Charakter dieses zupackenden Werkes gegen das Vergessen.“

 

Das Kolpingwerk in Berlin ist Teil des Internationalen Kolpingwerkes, eines katholischen Sozialverbandes, der vielfältig in der Gesellschaft und Kirche aktiv tätig ist. Weltweit haben sich über 550.000 Menschen dem Kolpingwerk angeschlossen. In Deutschland sind es etwa 260.000 und in Berlin etwa 1.500 Mitglieder. Der Diözesanverband Berlin ist mit der geografischen Lage des Erzbistums Berlin identisch. Dieser umfasst die Bundesländer Berlin, Brandenburg und Teile Mecklenburg-Vorpommerns.

 

Vertreterinnen und Vertreter von Medien sind am 12. September herzlich nach Ravensbrück eingeladen. Kostenfreies Bildmaterial erhalten Sie bei Daniel Buchholz, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit der Kolpingjugend Diözesanverband Berlin: daniel_buchholz@alice-dsl.net.

 

 

Information:  www.gedenkstaette-ravensbrueck.de

                        www.kolpingjugend-dvberlin.de

Ort:

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Veranstalter:

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Kolpingwerk