Veranstaltungen

25. Februar 2014 , 19:30 Uhr
Vortrag

KZ-Außenlager in Osnabrück

Programm:

„In der Stadt Osnabrück wird nicht geschlagen? – KZ-Außenlager in Osnabrück“ ist das Thema der Vortrages der Kölner Historikerin Dr. Karola Fings am Dienstag, dem 25. Februar 2014, um 19.30 Uhr in der Gedenkstätte Gestapokeller, Neuer Graben (Schloss Osnabrück, Westflügel).
In Osnabrück gab es während des Krieges zwei besondere KZ-Außenlager. Häftlinge der SS-Baubrigade II aus dem KZ Neuengamme waren zu Aufräumarbeiten nach Bombenangriffen während des Winters 1942/43 in der Overbergschule untergebracht. Ab Herbst 1944 verrich­teten Häftlinge der 5. SS-Eisenbahnbaubrigade Aufräumarbeiten in Osnabrück und Umgebung. Über den Einsatz von ZwangsarbeiterInnen heißt es in einer Stadtgeschichte: »Verwundete Kriegsgefangene, verletzte Fremdarbeiter und auch KZ-Häftlinge fanden Betreuung und Pflege, ... Missstände zuungunsten der Gefangenen und Zivilarbeiter wurden abgestellt.« Karola Fings Analyse der Lebenssituation der Häftlinge sowie des Verhaltens der Umgebung zeigt, dass diese Darstellung in Bezug auf die KZ-Häftlinge eindeutig in das Reich der Nachkriegsmythen zu verweisen ist. Der Eintritt zu dieser gemeinsamen Veranstaltung der Volkshochschule Osnabrück, des Kulturgeschichtlichen Museums / Felix-Nussbaum-Haus, sowie der Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht ist frei.

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