Veranstaltungen

11. Oktober 2011 , 19:00 Uhr
Gespräch

KZ-Verbrechen vor Gericht – Gerechtigkeit für die Opfer oder Schonung der Täter

Programm:

Versuch einer Bilanz nach 65 Jahren am Beispiel des Konzentrationslagers Dachau

Es diskutieren:
Dr. h.c. Barbara Distel, München, und Prof. Dr. Michael Wildt, Berlin
Moderation: Dr. Bernd Ulrich, Berlin

Anlässlich der Neuerscheinung „Altlas der Globalisierung spezial: Das 20. Jahrhundert”

Topographie des Terrors  Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

(Gemeinsam mit Le monde diplomatique)

Der Atlas der Globalisierung von Le Monde diplomatique ist das Standardwerk in Globalisierungsfragen. Der neueste Themenatlas zum 20. Jahrhundert beleuchtet im ersten Teil die großen ethnischen, politischen und militärischen Konflikte bis 1945 – vom Massenmord an den Armeniern über den Spanischen Bürgerkrieg bis zum deutschen Überfall auf die Sowjetunion. Der zweite Teil befasst sich mit den folgenreichen Konfrontationen nach 1945 – vom Apartheid-Regime in Südafrika über den Vietnamkrieg bis zum Prager Frühling. Im dritten Teil geht es um die großen sozialen und kulturellen Revolutionen – von der Frauenemanzipation über die Popmusik bis zum Siegeszug des Shareholder Values.

Barbara Distel, 1943 geboren, war bis Juli 2008 Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte der Konzentrationslager vorgelegt. Gemeinsam mit Wolfgang Benz gab sie von 1985 bis 2009 die Dachauer Hefte heraus. In gemeinsamer Herausgeberschaft entstand zudem ab 2005 die große enzyklopädische Gesamtdarstellung Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, die 2009 mit Erscheinen des 9. Bandes abgeschlossen wurde.

Michael Wildt, 1954 geboren, ist Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahr-hundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er hat zahlreiche Studien zur Geschichte der Gewalt und zum nationalsozialistischen Terror vorgelegt. Zu den neueren Publikationen gehören Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes (2002, durchges. und akt. Neuausgabe 2008), Geschichte des Nationalsozialismus (2008) und der gemeinsam mit Frank Bajohr herausgegebene Sammelband Volksgemeinschaft. Neue Forschungen zur Gesellschaft des Nationalsozialismus (2009).

Bernd Ulrich, 1956 geboren, studierte Geschichte und Germanistik in Berlin. Von 1997 bis 2003 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung. Seit 2003 lebt er in Berlin und ist freiberuflich u. a. als Autor, Journalist und Ausstellungskurator tätig.

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