Veranstaltungen

31. Mai 2015 , 11:00 Uhr
Buchpräsentation

Lauingers. Eine Familiengeschichte aus Deutschland

Programm:

Ein Gespräch mit Wolfgang Lauinger, Frankfurt am Main
und Dr. Daniel Baranowski, Berlin.
Lesung mit Bettina Leder, Frankfurt am Main

Artur Lauinger wurde 1937 als vermutlich letzter jüdischer Journalist in Deutschland entlassen. 30 Jahre lang hatte er für die »Frankfurter Zeitung« gearbeitet. Als er zwei Jahre später nach London emigrierte, ließ er seinen 20-jährigen Sohn Wolfgang in Deutschland zurück, damit dieser »dem Vaterland« – sprich: der Wehrmacht – diene. Nach wenigen Wochen wurde Wolfgang Lauinger als »Halbjude« aus der Wehrmacht entlassen. In Frankfurt schloss er sich einer Gruppe von Swingkids an, die sehr schnell die Aufmerksamkeit der Gestapo auf sich zog. Doch auch nach der Befreiung war die Verfolgung für ihn nicht zu Ende.
1950 wurde er wegen des Verdachts, gegen den § 175 verstoßen zu haben, erneut verhaftet. Mit dem Zeitzeugen Wolfgang Lauinger, der Autorin Bettina Leder, Daniel Baranowski (Bundesstiftung Magnus Hirschfeld), Ulrich Gooß (Initiative Mahnmal Homosexuellenverfolgung) und dem Main-Kinzig Jazz-Quartett

Ort:

Schauspiel Frankfurt, Chagallsaal, Willy-Brandt-Platz, Frankfurt am Main

Veranstalter: