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16. Januar 2014
Ausstellungseröffnung

Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen und Rheinhessen 1933 - 1945

Programm:

Wider das Vergessen: Von legalisierter Ausplünderung der Nachbarn

Ausstellung "Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen und Rheinhessen 1933 - 1945" wird am 16. Januar 2014 in KZ-Gedenkstätte Osthofen eröffnet / Vom 17. Januar - 5. Juni geöffnet


Zur Eröffnung der Ausstellung "Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen und Rheinhessen 1933 - 1945" laden die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB), der Förderverein Projekt Osthofen e.V., das Fritz Bauer Institut und der Hessische Rundfunk (hr) am Donnerstag, 16. Januar, um 18.00 Uhr in die Gedenkstätte KZ Osthofen.

Zur Ausstellungseröffnung sprechen Wolfgang Faller, Direktor der LpB, und der Schirmherr der Ausstellung, Finanzminister Dr. Carsten Kühl. Katharina Stengel, Fritz Bauer Institut, führt in das Thema der Ausstellung ein, Helge Heynold, Hessischer Rundfunk, liest zum Thema. Die musikalische Umrahmung übernehmen Leonie Flaksman (Violine) und Juliane Flaksman (Violoncello).

Die Ausstellung
wurde vom Fritz-Bauer-Institut und dem hr mit Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst entwickelt. Sie beschäftigt sich mit Gesetzen und Verordnungen, die ab 1933 die Ausplünderung jüdischer Bürger ermöglichten. Sie stellt Finanzbeamte vor, die diese mit weiteren Ämtern und Institutionen umsetzten, und erinnert an die Opfer, darunter jüdische Familien aus Mainz, Bodenheim, Osthofen, Eich und Alzey. Sie erinnert an Familien, die in die Emigration getrieben, durch Reichsfluchtsteuer und Sonderabgaben all ihrer Habe beraubt wurden. Sie blickt auf die Menschen, die kein Geld zur Auswanderung hatten und auf diejenigen, die ihre Heimat trotz allem nicht verlassen wollten, doch schließlich deportiert wurden und denen alles genommen wurde. In öffentlich angekündigten Auktionen wurde ihr Eigentum (z.B. Tischwäsche, Möbel, Kinderspielzeug, Geschirr, Lebensmittel) zu Gunsten des Staates verkauft, oftmals ersteigert von den früheren Nachbarn.

Die Ausstellung in der Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) wird von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begleitet. Sie wird unterstützt von: Sparkasse Worms-Alzey-Ried, AG Juden im Alzeyer Land im Altertumsverein Alzey und Umgebung e.V., Anna-Seghers-Gesellschaft Berlin und Mainz e. V., Dominikanerkloster St. Paulus Worms, Evangelisches Dekanat Worms-Wonnegau, den Evangelischen Dekanaten Alzey und Oppenheim / Fachstelle Gesellschaftliche Verantwortung, Evangelische Stadtkirchenarbeit Worms, Forum Anwaltsgeschichte e.V., Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. / Rhein-Main, Katholisches Bildungswerk Rheinhessen, Kulturdezernat der Landeshauptstadt Mainz, Landesarchiv Speyer, Landtag Rheinland-Pfalz, Museum Alzey, Museum der VG Eich in Gimbsheim, Oppenheimer Geschichtsverein e.V., Stadtarchiv Worms, Verein für Sozialgeschichte Mainz e.V., Warmaisa - Gesellschaft zur Förderung und Pflege jüdischer Kultur in Worms e.V., Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN in Mainz/Pfarrstelle für Landwirtschaftliche Familienberatung in Rheinhessen.

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