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24. November 2013 , 11:30 Uhr
Lesung Bühne

Margarete Ries: Vom „asozialen“ Häftling in Ravensbrück zum Kapo in Auschwitz

Programm:

„Im Lager hat man auch mich zum Verbrecher gemacht“. Margarete Ries: Vom „asozialen“ Häftling in Ravensbrück zum Kapo in Auschwitz Szenische Lesung mit Peter Lüchinger, Michael Meyer, Petra-Janina Schultz und Erika Spalke – bremer shakespeare company

Bremer Hauptbahnhof, 13. Januar 1948: Feiga Berkmann, jüdische Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz, entdeckt ein bekanntes Gesicht. Sie erkennt den Kapo „Gretel“ aus dem KZ und informiert die Bahnhofspolizei. Die Beamten kontrollieren die Frau und verhaften sie – ihr Name ist Margarete Ries. Berkmann wirft der 30-Jährigen vor, häufig Häftlinge misshandelt zu haben. Vier Frauen soll sie sogar getötet haben – darunter Berkmanns ältere Schwester Rosa. Die amerikanische Militärregierung für Bremen nimmt die Ermittlungen gegen Ries auf. In den Verhören leugnet Ries zunächst jemals im Konzentrationslager gewesen zu sein. Später gibt sie ihre Tätigkeit als Kapo zu. Die Kapos waren sogenannte Funktionshäftlinge: Selbst inhaftiert, wurden sie von der SS ernannt und bildeten die unterste Stufe des Bewachungssystems der Lager.
Schauspieler/innen der bremer shakespeare company (bsc) lesen aus den Akten zum Fall Ries. Die Lesung ist ein Resultat des Lehrprojekts „Aus den Akten auf die Bühne“ an der Universität Bremen: Studierende des Instituts für Geschichtswissenschaft entwickeln dort seit 2007 szenische Lesungen aus historischen Originaldokumenten.

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen
Gebühr: 5 € (für alle)

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