Veranstaltungen

23. August 2020 - 29. November 2020
Ausstellung

„… nach dem nördlichen Eismeer zu sehe ich noch eine kleine Tür.“ Schiffswege Kulturschaffender ins Exil (1933 – 1941)

Programm:

Sonderaustellung

Von den Nationalsozialisten bedroht und verfolgt, mussten Tausende Kulturschaffende ihre Heimat verlassen. Dabei änderten sich die Ein- und Ausreisebestimmungen, Vorschriften für Pässe und Visa sowie Kapitaltransfers unentwegt.

Im Laufe der sich zuspitzenden antijüdischen Entrechtungspolitik wurden Fluchten von 1933 bis zum Ausreiseverbot 1941, dem Beginn der lange geplanten Massendeportationen, immer schwieriger und gefahrvoller.

Anhand ausgewählter Schicksale aus den Bereichen Literatur und Bildende Kunst, darunter von Georg Grosz, Mascha Kaléko, Anna Seghers, Bertolt Brecht sowie Tisa von der Schulenburg werden Schiffswege ins Exil illustriert: sorgfältig geplante, hastig angetretene, legale und illegale Aufbrüche Richtung Palästina, Großbritannien, Südamerika oder in die USA.

Historische Ansichtskarten der jeweiligen Schiffe, Abfahrts- und Ankunftshäfen skizzieren die Routen ins Ungewisse, ergänzt von Kunstwerken, Romanpassagen, Gedichten und Briefzitaten, deren Motive und Themen Einblicke in das individuell Erlebte an Bord und anschließend in der Fremde gewähren.

Die Ausstellung, kuratiert von Dr. Kristine von Soden, entstand in Anlehnung an eine Ausstellung 2019 im Kunstmuseum Ahrenshoop.

Mehr Informationen

https://www.jmw-dorsten.de/ausstellungen/sonderausstellungen/

 

 

Ort:

Jüdisches Museum Westfalen

Veranstalter:

Jüdisches Museum Westfalen